Flatterbinse – Blüten werden durch den Wind bestäubt

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Flatterbinse - Blüten werden durch den Wind bestäubt Wasserpflanzen Flatterbinse - Blüten werden durch den Wind bestäubt Wasserpflanzen Flatterbinse - Blüten werden durch den Wind bestäubt Wasserpflanzen Die Flatterbinse Juncus effusus, auch Flatter-Simse genannt, ist mit fünf Unterarten fast weltweit verbreitet. Die Nominatform Juncus effusus effusus kommt in der nördlich Hemisphäre außerhalb der Arktis und Globus abwärts bis nach Südamerika vor. Sie besiedelt Feuchtbiotope, Ränder entlang von wasserführenden Gräben u.ä. Als Standort wird ein nährstoffreicher, aber kalkarmer Untergrund bevorzugt.

Sie ist jedoch auch bestens für eine Bepflanzung im oder am Gartenteich geeignet.

Diese Binsenart ist mehrjährig mit einem kriechenden Rhizom als Überdauerungsorgan und wird durchschnittlich 30 bis 100cm hoch. Die zylindrischen Stängel stehen aufrecht in dichten Horsten. Die Stängel haben einen runden Querschnitt und sind kahl, grün – manchmal auch gestreift. Die Stängel haben an der Basis mehrere anliegende Niederblätter.

Da die Laubblätter weitgehend zurückgebildet sind, läuft die Photosynthese in den grünen Stängeln ab.

Diese Stängeln sind nicht hohl, sondern als Speicherorgan mit weißem Mark gefüllt. Lediglich ein Blatt überragt den Blütenstand. Dadurch sieht es so aus, als sei der in Wirklichkeit endständigen Blütenstand in einer seitenständigen Position. Die grün-braunen Blüten bilden lockere Büschel – Form und Position der Blütenstände sind für diese Binsen-Art charakteristisch.

Die Flatterbinse blüht zwischen Juni und August.

Die Blüten werden durch den Wind bestäubt. Die braune, dreikantige Fuchtkapsel enthält zahlreiche, kleine braune Samen. Wie kaum eine andere Binsenart, ist Juncus effusus für einen Platz am Rande des Gartenteichs geeignet. Man pflanzt in einen schlammigen Untergrund in geringer Wassertiefe (zwischen 5 und 15cm). Je nährstoffreicher und mineralhaltiger die Teicherde ist, desto üppiger wächst die Binse. Man kann die Binsen durch Teilung des Rhizoms vegetativ vermehren. Im Gartenfachhandel wird eine Kulturform unter der Bezeichnung Juncus effusus Aureostriatus angeboten, die Stängel mit goldgelben Streifen auf dunkelgrünem Grund hat.

Eine weitere Zuchtform ist Juncus effusus Spiralis oder Big Twister mit korkenzieherartig gedrehten, blaugrünen Halmen. Sie wird im Handel auch unter dem deutschen Namen Liebeslocken angeboten. Sie ist sowohl als Zierpflanze im Haus als auch im Gartenteich geeignet.

Foto:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:JuncusEffusus.jpg?uselang=de
Christian Fischer, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juncus_effusus3_ies.jpg?uselang=de
Frank Vincentz, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Juncus_effusus_%27Spiralis%27_-_North_Carolina_Arboretum.JPG
Daderot, Public Domain

Flatterbinse im Garten pflegen

Die Flatterbinse eignet sich für frische bis feuchte Stellen, an denen andere Stauden oft nur schwer wachsen. Sie bevorzugt einen nährstoffreichen, nicht dauerhaft austrocknenden Boden und kann am Teichrand, in einer feuchten Wiese oder in einem naturnahen Beet stehen. Der Standort sollte hell bis halbschattig sein. In trockener Erde welken die Halme schneller und die Pflanze bleibt schwach.

Pflanzung und Wasser

Setzen Sie die Flatterbinse im Frühjahr oder frühen Herbst in gelockerte Erde. Nach dem Einpflanzen wird gründlich angegossen. Während trockener Wochen bleibt der Boden gleichmäßig frisch. Staunässe wird toleriert, wenn das Wasser nicht faulig steht, dennoch ist ein völlig verschlammter Standort ungünstig. Im Kübel braucht die Pflanze ein Abzugsloch und häufigere Kontrollen.

Die Halme wirken besonders schön in kleinen Gruppen. Entfernen Sie störende oder vertrocknete Triebe erst im späten Winter oder Frühjahr. Das alte Laub schützt den Horst und bietet Insekten Struktur. Eine Teilung kräftiger Horste ist im Frühjahr möglich. Arbeiten Sie mit einem scharfen Spaten und setzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein.

Häufige Fragen zur Flatterbinse

Welchen Standort braucht die Flatterbinse?

Die Flatterbinse bevorzugt einen frischen bis feuchten, nährstoffreichen Boden an einem hellen bis halbschattigen Standort. Sie passt an Teichränder, in feuchte Wiesen und naturnahe Beete. Der Boden sollte während trockener Phasen nicht vollständig austrocknen.

Wann schneidet man die Flatterbinse?

Die Flatterbinse wird im späten Winter oder zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten, bevor der neue Austrieb beginnt. Trockene Halme können über den Winter stehen bleiben, weil sie den Horst schützen und als Struktur im Beet dienen.

Ist die Flatterbinse winterhart?

Die Flatterbinse ist im Garten in der Regel winterhart. Ausgepflanzte Horste benötigen meist keinen besonderen Frostschutz. Bei Kübelpflanzen schützt eine isolierende Umhüllung den Wurzelballen vor starkem Durchfrieren, während überschüssiges Wasser ablaufen können muss.

Kann man Flatterbinsen teilen?

Ja, kräftige Flatterbinsen lassen sich im Frühjahr durch Teilung vermehren. Heben Sie den Horst vorsichtig aus, teilen Sie ihn mit einem scharfen Spaten und pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein. In der Anwachszeit wird regelmäßig gegossen.

Kann die Flatterbinse im Kübel wachsen?

Ja, die Flatterbinse kann in einem ausreichend großen Kübel wachsen. Verwenden Sie frische, nährstoffreiche Erde und ein Gefäß mit Abzugsloch. Kontrollieren Sie den Wasserbedarf regelmäßig und schützen Sie den Topf im Winter vor starkem Durchfrieren.

Warum werden die Halme braun?

Braune Halme sind im Herbst und Winter häufig natürlich. Werden sie schon im Sommer braun, sind Trockenheit, Wurzelschäden oder ein ungeeigneter Standort möglich. Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit und gießen Sie bei anhaltender Trockenheit durchdringend.


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