Blaublühende Gartenarrangements

So gelingt ein blau blühender Garten

Ein monochromes Gartenarrangement lebt von unterschiedlichen Blütenformen, Wuchshöhen und Blatttexturen. Blau wirkt besonders klar, wenn die Pflanzen vor einem hellen oder grünen Hintergrund stehen. Dunkle Hecken und Gehölze lassen die Farbe dagegen schnell stumpf erscheinen. Wählen Sie daher einen sonnigen, offenen Platz und ordnen Sie die Pflanzen in wiederkehrenden Gruppen statt in vielen einzelnen Exemplaren an.

Für die Planung ist die Blütezeit entscheidend. Frühjahrsblüher wie Krokus, Traubenhyazinthe und Blaukissen eröffnen die Saison. Im Sommer folgen Katzenminze, Ehrenpreis, Glockenblumen und Schwertlilien. Spät blühende Astern und Kugeldisteln verlängern den Farbeindruck bis in den Herbst. Nicht jede Blüte ist rein blau; manche Sorten wirken violett, lavendelblau oder blaurosa. Diese Nuancen können harmonisch sein, sollten aber bewusst kombiniert werden.

Farbe, Höhe und Struktur kombinieren

Setzen Sie niedrige Polster an den vorderen Rand, mittelhohe Stauden in die Mitte und einzelne höhere Pflanzen nach hinten. Blaukissen und kriechender Ehrenpreis bilden dichte Teppiche, während Schwertlilien, Eisenhut oder Kugeldisteln vertikale Akzente setzen. Wiederholen Sie eine Leitpflanze an mehreren Stellen, damit das Beet nicht zufällig wirkt. Silberlaub, graugrüne Gräser und dunkles Grün verstärken die kühle Wirkung der blauen Blüten.

Prüfen Sie vor dem Pflanzen die Ansprüche an Boden und Feuchtigkeit. Trockene, magere Flächen passen zu Blaukissen, Ysop, Katzenminze und Kugeldistel. Feuchtere Böden werden von Sumpf-Schwertlilie oder Sibirischer Schwertlilie bevorzugt. Verbessern Sie den Boden nicht pauschal, sondern nur entsprechend der gewählten Pflanzen. Staunässe und ein dauerhaft verdichteter Wurzelraum führen unabhängig von der Blütenfarbe zu Ausfällen.

Pflanzung und Pflege

Pflanzen Sie Containerstauden an frostfreien Tagen und wässern Sie den Wurzelballen vorher. Nach dem Einsetzen wird gründlich angegossen. In den ersten Wochen darf der Boden nicht austrocknen; später richten sich die Gießintervalle nach Wetter, Boden und Pflanzenart. Morgendliches Gießen ist bei sonnigem Wetter günstig. Entfernen Sie verblühte Blüten, wenn eine längere Nachblüte oder ein ordentliches Erscheinungsbild gewünscht ist.

Auf nährstoffreichen Böden genügt meist eine sparsame Frühjahrsdüngung. Zu viel Stickstoff erzeugt Blattmasse auf Kosten der Blüten und kann hohe Triebe instabil machen. Lockern Sie die Oberfläche vorsichtig, entfernen Sie Unkraut frühzeitig und halten Sie konkurrenzstarke Pflanzen zurück. Giftige Arten wie Eisenhut werden nur an Stellen gesetzt, an denen Kinder und Haustiere nicht mit ihnen in Kontakt kommen; beim Umgang sind Handschuhe sinnvoll.

Checkliste für die Gestaltung

  • Standort mit ausreichend Sonne und hellem Hintergrund wählen.
  • Blütezeiten von Frühjahr bis Herbst staffeln.
  • Wuchshöhen und Blattformen wiederholen.
  • Boden- und Wasseransprüche jeder Art berücksichtigen.
  • Violette und blaurosa Farbtöne bewusst einplanen.
  • Verblühtes, Unkraut und überhängende Triebe regelmäßig entfernen.

Schwierig wird es, wenn man sich für ein einfarbig blaublühendes Arrangement entscheidet. Die Auswahl ist wesentlich geringer als bei rot- oder gelbblühenden Sorten. Mit Traubenhyazinthen, Veilchen, Ehrenpreis, Glockenblumen und Polsterpflanzen wie dem Blaukissen ist das Reservoir an reinen blaublühenden Pflanzen fast schon ausgeschöpft. Keinesfalls sollte man blaublühende Pflanzen vor ein Gehölz, einer Hecke oder einen anderen dunklen Hintergrund setzen. Nur an einem sonnigen Standort kommt das Blau zur vollen Geltung. Die blauen Blumen sollte man in der Gärtnere persönlich aussuchen; denn vielfach entpuppen sich im Katalog als strahlend blau abgebildete Blüten später als violett-blaue oder blass blaurosa blühende Sorten.

Traubenhyazinthen sollten im Frühjahr in keinem von Blautönen bestimmten Garten fehlen. Hier die besonders attraktive Weinbergs-Traubenhyazinthe Muscari neglectum

Pflanzen für blaublühende Arrangements

 

Name Blüten-
farbe
Blüten-
zeit
Höhe
in cm
Licht-
ansprüche
Boden-
ansprüche
Anmerkungen
Gartenkrokus
Crocus neapolitanicus
F 6 T ***
Muscari latifolium F 40 O~ T s – ks ***
Muscari neglectum F 30 O~ T s – st – l ***
-37°C
Muscari comosum F 50<80 O~ T s – l ***
Zwergschwertlilie
Iriis pumila
F 10-15 O T/F ***
Blaukissen
Aubretia Hybriden
F 5 O T ***
Frühlingsaster
Aster tongolensis
F 40 O T/F
Schwertlilie
Iris laevigata
S 60-80 O F ***
Sibirische Schwertlilie
Iris sibirica
S 60-100 O F ***
Zwerg-Iris
Iris barbata
S O~ T/F ***
Kriechender Ehrenpreis
Veronica prostrata
S 10-20 O T/F ***
Kriechender Günsel
Ajuga reptans
S O~ T/F ***
Blaue Katzenminze
Nepeta faasenii
S 40-70 O T ***
ein dankbarer Dauerblüher, allerdings eher violett als rein bau
Ysop
Hyssopus officinalis
S 20-40
max. 70
O T ***
auch als Heilpflanze und Küchenkraut geschätzt
Erinacea anthyllis S 20 O T/F k+ st-ks ** -12°C
Alpen-Enzian
Gentiana acaulis
S 10-20 O F ***
Drachenkopf
Dracocephalum ruyschianum
S/H 20-40
max. 70
O T ***
Eisenhut
Aconitum napellus
S/H 100-150 ~ T/F humus- und
nährstoffreicher Boden
***
Sehr giftig!
Natternkopf
Echium vulgare
S/H 40-70
max. 100
O T st-ks ***
zweijährig
Dalmatinische Glockenblume
Campanula poscharskyana
S/H 10-20 O T ***
Knäuel-Glockenblume
Campanula glomerata
S/H 20-40 O T, magerer Boden ***
Blaue Kugeldister
Echinops ritro
S/H 40-70
max. 100
O T st-s
nährstoffarme Böden
***
Blaue Kissenaster
Aster dumosus
H 20-40 O T/F ***

Zeichenerklärungen:

Blütezeiten:
F = Frühling (März bis Mai),
S = Sommer (Mai bis August),
H = Herbst (August bis November)

Lichtverhältnisse:
O volle Sonne,
~ Halbschatten,
° Schatten

Bodenverhältnisse:
k+ =kalkhaltig,
k- =kalkfrei,
s =sandig,
ks =kiesig,
st =steinig,
l = Lehmboden
T =trocken,
F =feucht

Frostresistenz:
*** völlig winterhart (kann ohne Fortschutz draußen bleiben)
** bis -°C bedingt winterhart (kann mit Forstabdeckung draußen bleiben)
* nicht winterhart (benötigt ein Winterquartier)

Der Blaue Eisenhut setzt als prächtige Solitärstaude leuchtend blaue Akzente im spätsommerlichen Garten. Allerdings ist Vorsicht im Umgang der Pflanze geboten; er sehr giftig.

Häufige Fragen zu blaublühenden Gartenarrangements

Welche Pflanzen blühen wirklich blau?

Besonders klare blaue Farbtöne zeigen unter anderem Traubenhyazinthen, Alpen-Enzian, Blaukissen, einige Glockenblumen und bestimmte Schwertlilien. Viele im Handel als blau bezeichnete Sorten wirken tatsächlich violett oder lavendelblau. Kaufen Sie Pflanzen möglichst blühend oder vergleichen Sie die genaue Sortenbeschreibung, wenn der Farbton für das Arrangement wichtig ist.

Welcher Standort bringt blaue Blüten zur Geltung?

Ein sonniger, offener Standort bringt blaue Blüten am besten zur Geltung. Vor dunklen Hecken oder Gehölzen wirkt die Farbe weniger leuchtend. Helle Steine, silbriges Laub und ruhige grüne Hintergründe verstärken den Eindruck. Achten Sie zusätzlich auf die Bodenansprüche der jeweiligen Art, denn Sonne allein ersetzt keine passende Feuchtigkeit und Drainage.

Wie kombiniert man blaue Blumen im Beet?

Blaue Blumen kombinieren Sie am harmonischsten mit wenigen wiederkehrenden Arten und abgestuften Wuchshöhen. Niedrige Polster stehen vorne, mittelhohe Stauden in der Mitte und höhere Akzente hinten. Silberlaub, graugrüne Gräser und Weiß können die Farbwirkung unterstützen. Vermeiden Sie zu viele unterschiedliche Sorten, damit das Beet ruhig und geschlossen wirkt.

Wann pflanzt man blaue Stauden?

Blaue Stauden werden am besten an frostfreien Tagen im Frühjahr oder frühen Herbst gepflanzt. Der Boden sollte bearbeitbar sein und die Pflanzen dürfen nicht austrocknen. Wässern Sie den Ballen vor dem Einsetzen und gießen Sie danach gründlich. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen werden entsprechend ihrer Pflanzzeit im Herbst gesetzt.

Wie pflegt man ein blaues Blumenbeet?

Pflegen Sie ein blaues Blumenbeet durch bedarfsgerechtes Gießen, sparsames Düngen und regelmäßiges Entfernen von Unkraut und Verblühtem. Schneiden Sie hohe oder überhängende Triebe nach der Blüte zurück. Kontrollieren Sie außerdem, ob die Pflanzen genügend Licht und Platz haben. Bei Arten mit unterschiedlichen Bodenansprüchen ist eine getrennte Standortplanung besonders wichtig.

Ist Blauer Eisenhut gefährlich?

Ja, Blauer Eisenhut ist eine sehr giftige Pflanze. Alle Pflanzenteile können gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. Setzen Sie ihn nur an einen sicheren Standort, tragen Sie beim Pflanzen und Schneiden Handschuhe und waschen Sie danach die Hände. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist es besser, auf diese Art zu verzichten.


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