Weißer Affodill – kommt er zur Geltung als Solitärpflanze

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Weißer Affodill - kommt er zur Geltung als Solitärpflanze Gartenstauden Weißer Affodill - kommt er zur Geltung als Solitärpflanze Gartenstauden Weißer Affodill - kommt er zur Geltung als Solitärpflanze Gartenstauden Der Weiße Affodill Asphodelus albus, auch einfach nur Affodill genannt, stammt aus dem Süden und Südosten Europas. Dort wächst er in offenem Gelände, Kahlschlägen, Bergwiesen und in felsigem mit Gras bewachsenem Terrain von der Küste hinauf bis ins Hochgebirge mit bis zu 2.200 ü. NN.

Der Weiße Affodill ist eine mehrjährige krautige Staude, die mehr als 1m hoch werden kann. Die Staude hat dicke, fleischige Wurzeln und oberirdisch kriechende Rhizomausläufer. Er hat graugrüne Laubblätter. Diese Blätter sind bis zu 60cm lang, linealförmig schmal und haben einen Kiel.

Die Stängel stehen aufrecht und sind im Gegensatz zum Gelben Affodill Aphodeline lutea unbeblättert.

Die Stängel sind wenig oder völlig unverzweigt, röhrenförmig und stabil gebaut. Die weißen, rotbraun gestreiften Blüten bilden einen dichten, traubenförmigen Blütenstand, gestützt von braunen Hochblättchen. Die sechs Kronblätter der Blüte sind auch am Blütengrund nicht miteinander verwachsen (im Gegensatz zum Gelben Affodill). Der Weiße Affodill blüht im Mai oder Juni.

Der Weiße Affodill ist seit dem ausgehenden Mittelalter in Kultur. Er eignet sich fürs Alpinum, großflächige Steingärten oder Staudenrabatten. Am besten kommt er zur Geltung als Solitärpflanze, etwa als weißblühende Großstaude vor dem dunklen Hintergrund eine Konifere. Oder als kleine Gruppe von drei bis vier Exemplaren mit einem Pflanzabstand von jeweils 0,5m.

Er braucht einen gut wasserdurchlässigen, trockenen, aber nährstoffreichen Boden und gedeiht am besten auf einem kalkhaltigen Untergrund.

Man kann ihn im Frühjahr durch Teilung vegetativ vermehren oder ab April aussäen. Die verblühten Stiele sollte man bis zur grundständigen Blattrosette zurück schneiden, ohne dabei die Blattrosette zu beschädigen. Der Weiße Affodill ist nicht völlig winterhart und braucht daher einen Frostschutz. Er lässt sich jedoch mit der Zeit an unser Winterklima gewöhnen. Auf alle Fälle muss der Boden im Winter trocken bleiben, bei Staunässe gehen die Pflanzen ein. Stimmen Standort und Bodenverhältnisse, dann kann die Staude mehr als 10 Jahre alt werden. Er überwintert in Form einer kleinen, graugrünen Blattrosette. Über seine Ausläufer und Tochterpflanzen bildet der Weiße Affodill mit der Zeit dichte Horste.

In der Naturmedizin wurden die getrockneten, dicken Wurzeln zu Pulver gemahlen und zur Bekämpfungen von Hautkrankheiten und Wassereinlagerungen verwendet. Die Affodill-Wurzeln werden industriell als Bestandteil von Klebstoffen und zur Ethanol-Produktion genutzt. Eine nah verwandte Art ist der Ästige oder Kleinfrüchtige Aphodill Asphodelus ramosus (syn. aestivus), der seinen Verbreitungsschwerpunkt im westlichen Mittelmeergebiet und auf den Kanarischen Inseln hat. Die Blütenstängel sind stärker verzweigt, die weißen Blüten rosa überhaucht. Er hat kleinere Blüten und Früchte als der Weiße Affodill. Ähnlich, aber mit spärlichen Blütenständen besetzt ist der Röhrige Affodill Asphodelus fistulosus, der in Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel vorkommt.

Foto:
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