Vierblättrigen Glücksklee pflanzen und pflegen: Oxalis tetraphylla

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Der Vierblättrige Glücksklee (Oxalis tetraphylla) ist ein sommerblühender Sauerklee mit vierteiligen Blättern und rosafarbenen Blüten. Er stammt aus Mexiko, wächst als Zwiebelpflanze und eignet sich für sonnige bis halbschattige Beete, Steingärten, Schalen und Kübel. Im deutschen Garten wird er im Herbst frostfrei überwintert oder im Frühjahr neu gepflanzt.

Vierblättrigen Glücksklee pflanzen und pflegen: Oxalis tetraphylla Steingartenpflanzen Vierblättrigen Glücksklee pflanzen und pflegen: Oxalis tetraphylla Steingartenpflanzen Alice Wiegand, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported · Wildfeuer, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Vierblättrigen Glücksklee erkennen

Oxalis tetraphylla bildet vierteilige, kleeähnliche Blätter. Bei der Naturform kann sich ein rötlicher Winkel oder Streifen über die Blättchen ziehen; Zuchtformen besitzen häufig einen dunklen Fleck in der Mitte. Die niederliegenden, verzweigten Stängel können sich teilweise am Boden bewurzeln. Je nach Kultur erreicht die Pflanze etwa fünfzehn bis vierzig Zentimeter Höhe.

Die rosafarbenen Blüten stehen zu mehreren in grundständigen Dolden. Ihre Mitte wirkt gelblich oder grünlich. Die Blütezeit reicht gewöhnlich von Juni bis Oktober. Unterirdische Stolonen bilden kleine Zwiebelchen, über die sich die Pflanze allmählich vermehrt.

Glücksklee und botanische Namen

In älterer Gartenliteratur findet sich für den Vierblättrigen Glücksklee häufig der Name Oxalis deppei. Heute wird die Art überwiegend als Oxalis tetraphylla geführt. Der Name Vierblättriger Klee kann außerdem zu Verwechslungen führen: Ein seltenes vierblättriges Weißklee-Blatt gehört zu Trifolium repens und ist nicht dieselbe Pflanze wie der gezielt kultivierte Sauerklee.

Standort und Boden

Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist geeignet. Im Beet oder Steingarten sollte der Boden locker, humos und gut drainiert sein. Im Kübel wird eine durchlässige, nährstoffreiche Pflanzerde verwendet. Staunässe führt bei den Zwiebeln schnell zu Fäulnis, besonders wenn die Pflanze im Herbst in feuchter Erde stehen bleibt.

Morgensonne und leichter Halbschatten sind bei großer Sommerhitze vorteilhaft. Ein windgeschützter Platz verhindert, dass die feinen Stängel umknicken. Der Glücksklee kann als Beeteinfassung, in einer Pflanzschale oder zwischen niedrigen Stauden eingesetzt werden. Lassen Sie genügend Raum, damit sich die Blätter entfalten.

Zwiebeln pflanzen

  1. Wählen Sie im Frühjahr einen frostfreien Zeitpunkt.
  2. Lockern Sie den Boden und entfernen Sie Wurzelunkräuter.
  3. Setzen Sie die Zwiebeln etwa zwei Zentimeter tief in die Erde.
  4. Halten Sie einen kleinen Abstand, damit sich Tochterzwiebeln entwickeln können.
  5. Gießen Sie zunächst vorsichtig und steigern Sie die Wassermenge mit dem Austrieb.

Im Kübel werden die Zwiebeln ebenfalls ungefähr zwei Zentimeter tief gesetzt. Ein Abzugsloch ist Pflicht. Eine kleine Gruppe wirkt dekorativer als eine einzelne Zwiebel. Kaufen Sie nur gesundes, festes Pflanzgut und lagern Sie es nicht in feuchtem Material.

Pflege während der Wachstumszeit

Während des Austriebs und der Blüte wird regelmäßig gegossen, sobald die obere Erdschicht leicht abgetrocknet ist. Der Boden soll frisch, aber nicht nass sein. Bei Hitze im Kübel ist tägliche Kontrolle sinnvoll. Wasser im Untersetzer wird entfernt.

Eine maßvolle Düngung im Frühjahr und Frühsommer unterstützt die Blatt- und Blütenbildung. Nach der Blüte wird nicht weiter stark gedüngt. Verblühte Blüten können entfernt werden, wenn keine Samenstände gewünscht sind. Beschädigte Blätter werden sauber abgeschnitten.

Überwinterung

In Deutschland wird der Vierblättrige Glücksklee meist nicht dauerhaft im Freiland überwintert. Nach dem Einziehen im Herbst werden die Zwiebeln aus dem Boden genommen oder der Topf frostfrei gestellt. Lagern Sie die Zwiebeln kühl, trocken und frostfrei, beispielsweise in einem trockenen Kellerraum. Im Frühjahr kommen sie wieder etwa zwei Zentimeter tief in die Erde.

Wenn die Pflanze im Topf überwintert, werden die Wassergaben reduziert, sobald die Blätter einziehen. Während der Ruhezeit bleibt das Substrat eher trocken. Beginnt im Frühjahr der neue Austrieb, wird wieder vorsichtig gegossen. Zu frühe Wärme und Nässe können einen schwachen Austrieb fördern.

Vermehrung durch Tochterzwiebeln

Die einfachste Vermehrung erfolgt über die kleinen Zwiebelchen an den Stolonen. Beim Ausräumen im Herbst können sie vorsichtig abgenommen und trocken gelagert werden. Pflanzen Sie sie im Frühjahr in lockeres Substrat. Die jungen Pflanzen brauchen Wärme, Licht und gleichmäßige, aber zurückhaltende Feuchtigkeit.

Eine Aussaat ist möglich, dauert aber länger bis zur blühfähigen Pflanze. Bei Sorten mit besonderer Blatt- oder Blütenfarbe bleiben die Eigenschaften aus Samen nicht immer unverändert. Für den Hausgarten ist die Vermehrung über Zwiebelchen deshalb meist verlässlicher.

Symbolik und Verwendung

Vierblättrige Blätter gelten traditionell als Glückssymbol. Beim kultivierten Oxalis tetraphylla gehört das vierteilige Blatt jedoch zum typischen Erscheinungsbild und ist kein zufälliger Fund. Der Glücksklee wird gern in Schalen, als sommerlicher Tischschmuck und als kleine Beetpflanze verwendet. Nach dem Kauf sollte er an einen hellen Platz gestellt und nicht dauerhaft zu nass gehalten werden.

Typische Fehler vermeiden

  • Die Zwiebeln nicht tiefer als nötig und nicht in Staunässe setzen.
  • Im Winter nicht warm und gleichzeitig sehr nass halten.
  • Den Topf nicht ohne Abzugsloch verwenden.
  • Nach dem Einziehen das Laub nicht gewaltsam entfernen.
  • Bei der Lagerung keine feuchten Plastiktüten verwenden.
  • Den Namen nicht mit dem zufällig vierblättrigen Weißklee verwechseln.

Glücksklee im Jahreslauf und in Pflanzschalen

Im Frühjahr werden die überwinterten Zwiebeln kontrolliert und in frische, lockere Erde gesetzt. Sobald sich die ersten Blätter zeigen, wird die Wasserversorgung langsam erhöht. Während des Sommers kann die Pflanze im Freien stehen. Entfernen Sie verblühte Blüten und gelbe Blätter, damit der Bestand luftig bleibt. Bei starkem Regen sollte eine Schale so stehen, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

In einer Pflanzschale wirkt Oxalis tetraphylla zusammen mit niedrigen, trockenheitsverträglichen Pflanzen. Verwenden Sie nur Partner mit ähnlichem Wasserbedarf, denn ein ständig feuchtes Substrat schadet den Zwiebeln. Ein heller Platz ohne dauernde Mittagshitze fördert kompakte Stängel. Drehen Sie die Schale gelegentlich, damit der Wuchs gleichmäßig bleibt.

Im Herbst ziehen die Blätter nach und nach ein. Das ist ein natürlicher Ruhebeginn und kein Grund für zusätzliche Düngung. Schneiden Sie welke Teile erst ab, wenn sie vollständig trocken sind. Lagern Sie die Zwiebeln trocken und frostfrei. Beim Wiederauspflanzen im Frühjahr hilft ein Etikett mit dem botanischen Namen, damit der Vierblättrige Sauerklee nicht mit dreiblättrigem Glücksklee verwechselt wird.

FAQ zum Vierblättrigen Glücksklee

Ist Vierblättriger Glücksklee winterhart?

Der kultivierte Vierblättrige Glücksklee ist in Deutschland meist nicht zuverlässig winterhart. Die Zwiebeln werden im Herbst frostfrei und trocken gelagert oder der Topf wird geschützt aufgestellt. Im Frühjahr werden sie wieder etwa zwei Zentimeter tief gepflanzt. Während der Ruhezeit braucht die Pflanze nur sehr wenig Wasser.

Wann pflanzt man Oxalis tetraphylla?

Oxalis tetraphylla wird im Frühjahr nach den letzten stärkeren Frösten gepflanzt. Setzen Sie die Zwiebeln ungefähr zwei Zentimeter tief in lockere, gut drainierte Erde. Im Topf ist ein Abzugsloch wichtig. Beginnen Sie nach dem Pflanzen mit vorsichtigen Wassergaben und erhöhen Sie diese, sobald der Austrieb sichtbar wird.

Wie oft blüht der Glücksklee?

Der Vierblättrige Glücksklee blüht gewöhnlich von Juni bis Oktober. Die rosafarbenen Blüten stehen in kleinen Dolden über den vierteiligen Blättern. Viel Licht, warme Temperaturen und gleichmäßige, aber nicht übermäßige Feuchtigkeit fördern die Blüte. Verblühte Blüten können entfernt werden, damit die Pflanze gepflegt aussieht.

Welchen Standort braucht Vierblättriger Glücksklee?

Vierblättriger Glücksklee braucht einen sonnigen bis halbschattigen, warmen und windgeschützten Standort. Er wächst im Beet, Steingarten, Kübel oder in einer Pflanzschale. Der Boden muss locker und wasserdurchlässig sein. Bei starker Mittagshitze ist leichter Halbschatten hilfreich, solange die Pflanze ausreichend Licht erhält.

Wie tief werden die Zwiebeln gesetzt?

Die Zwiebeln des Vierblättrigen Glücksklees werden ungefähr zwei Zentimeter tief gesetzt. Die Erde sollte locker und gut drainiert sein. Pflanzen Sie sie nicht in nasse Senken und verwenden Sie im Topf ein Gefäß mit Abzugsloch. Nach dem Setzen wird vorsichtig gegossen, bis der Austrieb beginnt.

Wie überwintert man Glücksklee?

Nach dem Einziehen im Herbst werden die Zwiebeln aus dem Beet genommen oder der Topf frostfrei gestellt. Lagern Sie sie kühl, trocken und frostfrei. Während der Ruhezeit bleibt das Substrat eher trocken. Im Frühjahr werden die Zwiebeln wieder gepflanzt und mit zunehmendem Austrieb langsam stärker gegossen.

Kann sich Oxalis tetraphylla vermehren?

Ja, Oxalis tetraphylla bildet an unterirdischen Stolonen kleine Tochterzwiebeln. Diese können im Herbst abgenommen und trocken gelagert werden. Im Frühjahr werden sie in lockeres Substrat gesetzt. Die Vermehrung über Tochterzwiebeln ist im Garten meist einfacher und zuverlässiger als die Aussaat.


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