Korallen-Pfingstrose – ist jedoch auch für Spezialisten schwierig

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Korallen-Pfingstrose - ist jedoch auch für Spezialisten schwierig Gartenstauden Die Korallen-Pfingstrose oder Großblättrige Pfingstrose Paeonia mascula ist eine mehrjährige, krautige Staude, die bis zu 80cm in die Höhe wachsen kann. Der frühere Name war Paeonia corallina. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum und Zentralfrankreich. Sie besiedelt die Macchie und die Laubwälder wärmerer Regionen vor allem auf kalkhaltigen Böden der montanen Höhenstufe. Zusammen mit der Garten-Pfingstrose Paeonia officinalis ist sie die bekannteste europäische Vertreterin der Paeonien.

Die Korallen-Pfingstrose hat im Gegensatz zu Paeonia officinalis nur wenige geteilte Laubblätter, die in 9 bis maximal 21 Segmente gegliedert sind.

Die unteren Blätter sind elliptisch bis eiförmig gestaltet, die oberen Blätter schmal. Die Blattunterseite kann kahl oder mit Härchen besetzt sein. Die Blüten sind rosa oder weiß bei einem Durchmesser von etwa 14cm. Sei haben in der Regel 5 bis maximal 10 Kronblätter. Die Kronblätter haben einen welligen Rand. Die Kelchblätter sind halbkugelförmig gewölbt und gehen in die oberen Stängelblätter über. Die Staubblätter haben rote Filamente, die Staubbeutel sind dagegen gelb gefärbt.. Es gibt bis zu 5 4cm große Fruchtblätter. Nach der Blüte werden Balgenfrüchte gebildet, jede von ihnen mit mehreren Samen.

Die relativ großen Früchte und Samen werden vor allem von Vögeln verbreitet.

Die Blütezeit liegt je nach Region und Höhenlage zwischen März und Mai. Die sichere Artbestimmung dieser Korallen-Pfingstrose ist jedoch auch für Spezialisten schwierig, da sie anderen mediterranen Pfingstrosen in vielen Merkmalen ähnelt. Es gibt jedoch neben der Nominatform Paeonia mascula wenigstens drei Unterarten, mit unterschiedlicher regionaler Verbreitung:

• Paeonia mascula mascula ist von Südfrankreich, den Apenninen bis auf dem Balkan verbreitet, kommt aber auf den Mittelmeerinseln nicht vor.
• Paeonia mascula hellenica ist eine weißblühende Art und kommt nur auf der griechischen Insel Euböa, der Provinz Attika und auf dem Peleponnes vor.
• Paeonia mascula russoi ist auf Sizilien beheimatet.

Foto:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/89/Paeonia_mascula_02.jpg
Michael Wolf, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Häufige Fragen zur Korallen-Pfingstrose

Welchen Standort braucht die Korallen-Pfingstrose?

Die Korallen-Pfingstrose braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen tiefgründigen, gut drainierten Boden. Staunässe sollte vermieden werden. Nach dem Pflanzen wird regelmäßig gegossen; eingewachsene Pflanzen sind meist robust und benötigen vor allem bei längerer Trockenheit Wasser.

Wann blüht die Korallen-Pfingstrose?

Die Korallen-Pfingstrose blüht im späten Frühjahr oder Frühsommer. Der genaue Zeitpunkt hängt von Sorte, Witterung und Standort ab. Die Blütenfarbe kann sich während des Aufblühens verändern. Verblühte Blüten werden entfernt, wenn keine Samen gewonnen werden sollen.

Ist die Korallen-Pfingstrose winterhart?

Ja, Korallen-Pfingstrosen sind im Garten in der Regel winterhart. Junge Pflanzen profitieren von einer lockeren Abdeckung, doch ein dichter, nasser Winterschutz ist ungünstig. Im Kübel sollte der Wurzelballen gegen starkes Durchfrieren geschützt werden.

Wie tief pflanzt man Pfingstrosen?

Die Augen einer Pfingstrose werden nur flach mit Erde bedeckt. Werden sie zu tief gepflanzt, kann die Blüte ausbleiben. Setzen Sie die Pflanze entsprechend der Herkunft als Container- oder wurzelnackte Pflanze und beachten Sie die Sortenhinweise. Nach dem Pflanzen wird die Erde vorsichtig angedrückt.

Wann schneidet man Pfingstrosen?

Laubabwerfende Pfingstrosen werden erst zurückgeschnitten, wenn die Blätter vollständig eingezogen und braun sind. Das Laub versorgt die Wurzeln zuvor mit Reservestoffen. Entfernen Sie kranke Pflanzenteile sauber und entsorgen Sie sie nicht auf dem Kompost, wenn ein Befall vermutet wird.

Kann die Korallen-Pfingstrose im Kübel wachsen?

Ja, eine kompakte Korallen-Pfingstrose kann in einem großen, frostfesten Kübel wachsen. Der Topf braucht ein Abzugsloch, nährstoffreiche lockere Erde und einen sonnigen Platz. Gießen Sie bei Trockenheit, vermeiden Sie aber Staunässe. Im Winter wird das Gefäß isoliert aufgestellt.

Korallen-Pfingstrose pflanzen und pflegen

Die Korallen-Pfingstrose ist eine langlebige Staude, die nach dem Anwachsen viele Jahre am selben Platz bleiben kann. Deshalb lohnt es sich, die Pflanzstelle sorgfältig auszuwählen. Ein sonniger bis leicht halbschattiger Platz mit ausreichend Luft und einem tiefgründigen, durchlässigen Boden unterstützt kräftiges Wachstum. Der Boden sollte Wasser speichern, ohne nass zu bleiben, denn empfindliche Wurzeln reagieren auf Staunässe.

Der richtige Boden und die Pflanzvorbereitung

Lockern Sie die Erde vor dem Pflanzen tiefgründig und entfernen Sie verdichtete Schichten. Schwere Böden werden mit grobem Sand oder mineralischem Material durchlässiger gemacht. Reifer Kompost kann in moderater Menge eingearbeitet werden, doch frischer Mist und sehr konzentrierte Dünger gehören nicht in das Pflanzloch. Ein guter Wasserabzug ist wichtiger als ein besonders nährstoffreicher Boden.

Containerpflanzen können während der frostfreien Zeit gesetzt werden. Wurzelnackte Pfingstrosen werden so gepflanzt, dass die Knospen beziehungsweise Augen nur knapp von Erde bedeckt sind. Zu tief sitzende Augen treiben zwar manchmal aus, blühen aber häufig schlecht. Nach dem Einsetzen wird die Erde vorsichtig angedrückt und einmal gründlich angegossen. Eine dauerhafte dicke Mulchschicht direkt über den Augen sollte vermieden werden.

Bewässerung, Düngung und Blütenpflege

In der ersten Zeit nach der Pflanzung braucht die Korallen-Pfingstrose regelmäßige Wassergaben. Später ist sie robuster und wird hauptsächlich bei längerer Trockenheit gegossen. Wässern Sie langsam im Wurzelbereich und vermeiden Sie, die Blätter ständig zu benetzen. Ein Untersetzer mit stehendem Wasser ist bei Kübelpflanzen ungeeignet. Nach Regen sollte überschüssige Nässe aus dem Topf ablaufen können.

Eine maßvolle Düngung im Frühjahr reicht normalerweise aus. Verwenden Sie einen organischen oder für Blütenstauden geeigneten Dünger und halten Sie sich an die Dosierung des Produkts. Übermäßiger Stickstoff führt zu viel Blattmasse und kann die Standfestigkeit beeinträchtigen. Verblühte Blüten können Sie abschneiden, wenn keine Samen gebildet werden sollen. Das Laub bleibt jedoch bis zum natürlichen Einziehen stehen, damit die Pflanze Reservestoffe einlagern kann.

Vermehrung und Standortwechsel

Pfingstrosen lassen sich durch Teilung älterer Pflanzen vermehren, doch die Teilstücke brauchen danach oft einige Zeit, bis sie wieder reich blühen. Teilen Sie möglichst im frühen Herbst und arbeiten Sie vorsichtig, damit die Knospen nicht abbrechen. Jedes Teilstück sollte über kräftige Wurzeln und mehrere gesunde Augen verfügen. Eine Aussaat ist möglich, führt aber nicht schnell zu blühenden Pflanzen und kann bei unterschiedlichen Herkünften variierende Merkmale hervorbringen.

Ein Standortwechsel sollte nur notwendigkeitsbedingt erfolgen, weil die Korallen-Pfingstrose am liebsten ungestört wächst. Muss sie umgesetzt werden, heben Sie den Wurzelbereich großzügig aus und pflanzen Sie sie am neuen Platz wieder flach ein. In den folgenden Monaten ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Vermeiden Sie Konkurrenz durch stark wuchernde Nachbarpflanzen, die den Wurzelraum überwachsen.

Pflegekalender für die Korallen-Pfingstrose

Jahreszeit Wichtige Arbeiten
Frühling Austrieb kontrollieren, maßvoll düngen und bei Trockenheit wässern.
Blütezeit Verblühtes nach Wunsch entfernen und hohe Triebe bei Bedarf stützen.
Sommer Bei längerer Trockenheit tiefgründig gießen und Unkraut vorsichtig entfernen.
Herbst Laub erst nach dem Einziehen abschneiden und bei Bedarf teilen oder pflanzen.
Winter Im Beet meist keinen Schutz geben; Kübel vor starkem Durchfrieren und Nässe schützen.

Die Korallen-Pfingstrose eignet sich als Solitärstaude ebenso wie für ein locker bepflanztes Staudenbeet. Wegen ihrer auffälligen Blüten passt sie zu niedrigen Begleitpflanzen, die den Wurzelbereich nicht überwuchern. Im Kübel benötigt sie ein großes, stabiles Gefäß und einen geschützten Standort. Kontrollieren Sie dort besonders regelmäßig den Wasserabzug und schützen Sie den Topf im Winter vor starken Temperaturschwankungen. So verbinden sich die mediterrane Herkunft und die gute Winterhärte mit einer zuverlässigen Gartenkultur.


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