Gelber Fingerhut (Digitalis lutea): Standort & Pflege
Der Gelbe Fingerhut Digitalis lutea hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Nordwestafrika und im westlichen Mittelmeergebiet, wobei die östliche Verbreitungsgrenze in Süditalien liegt. Er besiedelt sonnige Plätze auf Lichtungen und am Rand von Waldwegen auf warmen, trockenen und steinigen Böden. Dabei kann er bis in Höhenlagen von 1.500m ü. NN vorkommen. Sehr selten findet man ihn auch an einigen Standorten in Mitteleuropa, vor allem in Trockenwäldern, auf Kahlschlägen und in lichten Gebüschen. Der Gelbe Fingerhut ist eine mehrjährige Staude, die bis zu 1m in die Höhe wachsen kann.
Der Gelbe Fingerhut (Digitalis lutea) bringt mit seinen zartgelben Blütenglocken helle Akzente in naturnahe Beete. Die zweijährige bis kurzlebige Staude sät sich an passenden Standorten selbst aus und bietet Hummeln sowie anderen Insekten Nahrung. Hier erfahren Sie, wie Sie den Fingerhut sicher pflanzen, pflegen und vermehren.
Gelben Fingerhut richtig pflegen
- Standort: Halbschatten und humoser, durchlässiger Boden sind ideal; etwas Morgensonne wird gut vertragen.
- Gießen: Nach dem Anwachsen gleichmäßig feucht halten, Staunässe aber vermeiden.
- Düngen: Im Frühjahr genügt eine dünne Kompostgabe.
- Vermehren: Samen nach der Blüte ausreifen lassen und im Spätsommer breitwürfig aussäen.
- Sicherheit: Alle Pflanzenteile sind giftig. Beim Pflegen Handschuhe tragen und Kinder sowie Haustiere fernhalten.
Er hat aufrecht stehende, kahle Stängel. Die Laubblätter sind länglich und am Rand bewimpert und schwach gesägt.
Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet; die unteren Blätter haben kurze Stiele, die oberen Stängelblätter sind fast sitzend. Im Gegensatz zu anderen Fingerhut-Arten hat der Gelbe Fingerhut während der Blütezeit keine grundständige Blattrosette, sondern nur während der Wintermonate. Die hell-gelben Blüten haben innen keine dunklere Aderung. Außerdem bleiben die Blüten mit maximal 2,5cm deutlich kleiner als die des Großblütigen Fingerhutes Digitalis grandiflora. Die dreizipflige Unterlippe ist deutlich länger als die Oberlippe, die nur 2 Zipfel hat. Zwischen 15 und 40 dieser Blüten bilden eine einseitswendige, dichte Traube.
Der Gelbe Fingerhut blüht zwischen Juni und August.
Auch Digitalis lutea ist stark giftig und sollte daher bei der Gartenarbeit nur mit Handschuhen angefasst werden.
Er ist im Gartenfachhandel als Saatgut oder getopfte Jungpflanze zu bekommen. Man gibt ihm am besten einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Staudenbeet oder vor einer Gehölzpflanzung mit einem kalkhaltigen, steinigen Lehmboden. Man pflanzt ihn in kleinen Gruppen mit einem Pflanzabstand von jeweils etwa 40cm zueinander. Er darf nur wenig gedüngt werden. Bereits im zweiten Jahr kann er sich durch Selbstaussaat vermehren. Der Geleb Fingerhut ist winterhart und ebnötigt keinen Frostschutz. Ähnlich wie der Rote Fingerhut wird auch der gelbe Fingerhut mit seinen herzwirksamen Glykosiden medizinisch genutzt.
Foto:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_002.JPG?uselang=de
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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_160607c.jpg?uselang=de
Bernd Heynold, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Häufige Fragen zum Gelben Fingerhut
Ist Gelber Fingerhut winterhart?
Ja. Etablierte Pflanzen überstehen mitteleuropäische Winter meist ohne besonderen Schutz.
Wann wird ausgesät?
Direktsaat ist von Juni bis August möglich. Die Samen nur andrücken, nicht mit Erde bedecken, da sie Lichtkeimer sind.
Kann Gelber Fingerhut im Topf wachsen?
Ja, in einem tiefen Gefäß mit humoser, gut drainierter Erde. Im Topf trocknet das Substrat schneller aus.


Auch Digitalis lutea ist stark giftig und sollte daher bei der Gartenarbeit nur mit Handschuhen angefasst werden.
















