Blumenzucht
Die Blumenzucht bezeichnet das sowohl gewerbliche als auch private Fördern des Wachstums sowie der Vermehrung von verschiedenen Blumensorten. Auch die Kreuzung verschiedener Blumenarten zur Erzeugung neuer Arten gehört zu den Aufgaben bzw. Vorlieben eines Züchters. Im privatwirtschaftlichen Bereich wird die Blumenzucht flächendeckend betrieben. Industriell und technisch unterstützt findet hierbei die Aufzucht von verschiedenen Blumen und anderen Pflanzenarten oftmals über zahlreiche Quadratkilometer statt. Verschiedene Blumenarten benötigen hierfür das natürliche Lebensumfeld unseres Kontinents. In den meisten Fällen findet die Blumenzucht heute in Gewächshäusern statt und wird z.B. in Europa nur von einer Handvoll großer Zuchtunternehmen betrieben. Diese bieten ihre Waren bei speziellen Blumenauktionen an und machen so eine Belieferung des Großhandels bzw. einzelner Blumengeschäfte möglich. Unabhängig von dieser kommerziellen Variante der modernen Blumenzucht wird diese auch auf privater Basis durchgeführt und ist hier als reines Hobby von Freizeitzüchtern anzusehen. Die Blumenzucht umfasst dabei die umfassende Pflege von Blumen und Pflanzen aller Art, die gezielte Steuerung der Vermehrung sowie die Kreuzung der Arten. Auch im privaten Bereich wird dabei nicht immer auf den natürlichen Fortschritt der Vermehrung, z.B. durch die Übertragung von Pollen durch Insekten vertraut, sondern künstlich mit einem Pinsel und anderen Hilfsmitteln nachgeholfen.





Die Blumenzwiebel oder Blumenknolle stellt neben dem Blumensamen die wichtigste Grundlage für die Vermehrung einer Blume dar. Sämtliche Erbinformationen, die eine bestimmte Blumenart auszeichnen, sind in diesem Fall in der Zwiebel enthalten. Die Vermehrung der entsprechenden Blumenart findet über die Bildung einer Tochterzwiebel statt, was bei den meisten Blumenarten unmittelbar nach dem Verblühen der Pflanze einsetzt. Ähnlich wie klassische Blumensamen ist auch die Blumenzwiebel vor dem Einpflanzen an einem trockenen und kühlen Ort zu lagern, da ansonsten das Risiko besteht, dass die Pflanze ungewollt zu keimen anfängt. Sollte die Blumenzwiebel in diesem Fall nicht eingepflanzt werden, verstirbt die gerade erwachende Pflanze aufgrund des akuten Nährstoffmangels bereits in diesem frühen Stadium. Bekannte Blumen, die über eine Blumenzwiebel verfügen, sind Schneeglöckchen, Tulpen und Gladiolen.

Mit dem Begriff Blüte wird sowohl ein bestimmter Teil von Blumen und anderen Pflanzen als auch eine Zeitspanne bezeichnet, in welcher sich dieser Pflanzenteil in seiner gesamten Pracht entfaltet und präsentiert. Die Blüte sämtlicher Blumen und vieler weiterer Pflanzen stellt den Abschluss der einzelnen Stiele oder Äste dar und dient in erster Linie der Fortpflanzung des jeweiligen Gewächses. Im Inneren einer Blüte befindet sich bei zahlreichen Blumen der sogenannte Stempel, der über die Pollen und somit über das Erbmaterial der entsprechenden Pflanze verfügt. Für eine Vermehrung ist die Blume darauf angewiesen, dass Insekten in das Innere der Blüte vordringen und hier beim Tanken des Nektars einen Teil der Pollen mitnehmen. Andere Blumen und Pflanzenarten haben ausgeklügeltere Mechanismen zur Fortpflanzung entwickelt und trennen sich z.B. nach der Blüte von ihren verwelkten Blütenblättern, die bisweilen eine völlig andere Form annehmen und hiernach durch den Wind weitergetragen werden oder einfach zu Boden fallen. Sämtliche Blumen, die bei ihrer Vermehrung auf die Hilfe von Insekten angewiesen sind, versuchen diese mit einem bunten Farbenspiel der einzelnen Blüten anzulocken, was in den Augen vieler Menschen zum ästhetischen Erscheinungsbild der einzelnen Blumenarten beiträgt. Bei verschiedenen Pflanzen ist die Grundform der einzelnen Blüten selbst dann zu erkennen und als ästhetisch zu erachten, wenn die eigentliche Blüte noch nicht stattgefunden hat. Umgekehrt entwickeln auch zahlreiche Pflanzen eine Blüte, selbst wenn diese eher unscheinbar ist und im Bereich Floristik keine Rolle spielt.







Der Begriff Blütenökologie ist eine wissenschaftliche Bezeichnung für alle Prozesse, die Blüten von Blumen und anderen Pflanzen umfassen und hierbei auf die Bestäubung bzw. Vermehrung der jeweiligen Pflanze eingehen. Die Fortpflanzung der einzelnen Blumensorten erfolgt dabei nach sehr unterschiedlichen Strategien und bringt so in der Gesamtheit eine sehr komplexe Blütenökologie mit sich. Sämtlichen Pflanzen, die eine Fortpflanzung über ihre Blüte betreiben, ist die Ausbildung von Samen bzw. Pollen gemeinsam, die sich während bzw. nach der Blüte im Blütenkelch bilden und auf verschiedenen Wegen versuchen, einen Zugang ins Erdreich für die Ausbildung einer neuen Generation der Pflanze zu erhalten. Einer der bekanntesten Wege ist das Bestreben, Insekten durch eine bunte Blütenform anzulocken und diesen Pollen auf ihrem Körper mitzugeben. Andere Pflanzen mit einer eher unscheinbaren Blüte profitieren vom Wind und lassen ihren Samen mit oder ohne zusätzliche Hilfsmittel auf diese Weise weitertragen. Nicht alle Pflanzen verfügen über eine klassische Blütenökologie, sondern profitieren auch von anderen Taktiken, was die Vermehrung der jeweiligen Pflanzengattung betrifft. Vor allem Knollenpflanzen sind hierbei zu nennen, da hier die Entstehung einer neuen Generation meist an die Ausbildung einer Tochterzwiebel gebunden ist und somit keine direkte Abhängigkeit vom Weitertragen des Samens im Rahmen einer erfolgreichen Blütenökologie besteht.







Der Begriff Bodendecker fasst eine Vielzahl von Blumen und anderen Pflanzenarten zusammen, die sich durch ihre äußerliche Gestalt optimal zum Abdecken von Freiflächen anbieten. Dieser Effekt kann beispielsweise in klassischen Gartenanlagen gewünscht sein, wo die Lage einzelner Gartenbereiche sowie das Umfeld nicht für eine umfangreiche Bepflanzung taugen und lediglich eine natürliche Überdeckung dieser Bereiche gewünscht wird. Noch häufiger findet der Bodendecker in der Trauerfloristik seinen Einsatz, wo er einen wesentlichen Teil der Grabbepflanzung darstellt und hier die dunkle Erde einer hergerichteten Grabstätte abdecken soll. Zu den wesentlichen Merkmalen der Bodendecker gehört ein eher flacher, jedoch sehr buschiger und dichter Wuchs, mit dessen Hilfe allein durch den Einsatz einer einzigen Pflanze ein größerer Bereich des umliegenden Bodens abgedeckt werden kann. Zudem wird von vielen Bodendeckern nicht verlangt, dass diese explizit eine oder mehrere Blüten ausbilden, so dass klassische Grünpflanzen ohne eine regelmäßige Blüte gern als Bodendecker ausgewählt werden. Zu den bekanntesten Arten, die hierzulande als Bodendecker in privaten Gärten und auf Friedhöfen zum Einsatz kommen, gehören das Immergrün, der Thymian, zahlreiche Efeuvarianten sowie der Buchsbaum. Ohne eine regelmäßige Pflege können Bodendecker auch ein immenses Wachstum nach oben entwickeln und so größere Flächen überwuchern.
Der Bonsai bezeichnet eine besondere Form von Gehölzzucht, wie sie ursprünglich in Japan und anderen Ländern des fernen Ostens beheimatet ist und mittlerweile auch in Millionen von europäischen Haushalten entdeckt werden kann. Während hierzulande mit Bonsai die Pflanze selbst benannt wird, bezeichnet der Begriff eigentlich die gesamte Kunst dieser Zucht. Das Besondere beim Bonsai liegt in der Tatsache, dass die Pflanzen in bewusst kleinen Gefäßen und Töpfen gezüchtet werden, wodurch die Gehölze eine sehr kompakte Form beibehalten und so wie Bäume im Miniaturformat aussehen. Zwar sind in der Kunst des Bonsai einige, spezielle Baumarten des asiatischen Lebensraumes anzutreffen, allerdings bieten sich auch europäische Gehölze wie Ahorne oder Kiefern für die Miniaturaufzucht an. Bei der Aufzucht und Pflege des Bonsais handelt es sich um eine wahre Kunst des asiatischen Gartenbaus, was nicht alleine mit der symbolischen Bedeutung des Bonsais in diesem Lebensumfeld zusammenhängt. Vielmehr ist es botanisch sehr anspruchsvolle, das Wachstum von Bäumen und anderen Gehölzen gezielt zu begrenzen und dennoch dafür zu sorgen, dass die entsprechende Pflanze wächst und gedeiht. Das regelmäßige Abschneiden von Ästen und Blättern gehört so ebenfalls zu den regelmäßigen Pflichten eines Bonsailiebhabers wie die Verwendung spezieller Bonsaierde und weiterer Dünger. Abhängig von der gewählten Gehölzart stellt jeder Bonsaibaum zudem seine ganz eigenen Ansprüche an eine optimale Pflege.

Mit Bonsaierde wird eine spezielle, nährstoffreiche Erde bezeichnet, wie sie in der japanischen und chinesischen Gartenbaukunst des Bonsai zum Einsatz kommt. Bei dieser werden asiatische Bäume wie mittlerweile auch europäische Varianten in bewusst kleinen Pflanzgefäßen angezüchtet und hier stetig in ihrer Größe beschnitten, wodurch die Gehölze eine Baumgestalt in Miniaturformat annehmen. Der stetige Drang der Pflanze zu wachsen und der permanente Eingriff von außen stellen eine besondere Herausforderung für jedes Gehölz dar, auf welches mit den richtigen Nährstoffen und somit auch hochwertiger Bonsaierde eingegangen werden muss. Klassische Blumenerde ist für die Anzucht von Bonsaibäumen nicht geeignet, da hier die Abstimmung der Nährstoffe nicht ideal ist. Industriell produzierte Bonsaierde bietet hingegen eine gezielte Mischung von Torf, Lehm und Sand, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander fast für alle Bonsaiarten optimal geeignet ist. Einzelne Exemplare stellen besondere Anforderungen, in diesem Fall ist der Fachhandel zu konsultieren und nach der eigenen der standardisierten Bonsaierde für die eigenen Bedürfnisse zu fragen. Manche Gartenfreunde, die sich der Tradition des Bonsai eng verwachsen fühlen, erstellen sogar selbst die geeignete Mischung ihrer individuellen Bonsaierde. Wer sich diese Mühe als Züchter ersparen möchte, kann in der heutigen Zeit jedoch sehr gut abgestimmte Produkte im vielfältig aufgestellten Fachhandel erwerben.

Der Begriff Botanik ist ein wissenschaftlicher Fachausdruck, wobei sich die Disziplin mit der Biologie sämtlicher Pflanzen des Erdballs befasst. Der Botanik fällt dabei die Erforschung und Klassifikation von Blumen und anderen Pflanzen zu, ebenso wie die Bestimmung von neuen oder etablierten Arten sowie die Sammlung, von Erkenntnissen über einzelne Gattungen und Exemplare, z.B. mit dem Ziel einer erfolgreichen Zucht. Die moderne Botanik besitzt auch eine wirtschaftliche Komponente, die gerade in der Landwirtschaft zum Tragen kommt und bei der wissenschaftliche Erkenntnisse dabei helfen sollen, Erntemengen zu optimieren und Fehler in Anbau und Zucht zu vermeiden. Viele Produkte im Bereich Düngung oder Pflanzenschutz, die sich in unserem Onlineangebot von Floristik21.de entdecken lassen, sind erst durch umfangreiche Forschungen im Bereich der Botanik in den letzten Jahrzehnten entstanden und helfen Pflanzenfreunden dabei, auch im privaten Umfeld mehr aus Blumen und anderen Gewächsen zu machen. Auch ein professioneller Florist muss grundlegende Kenntnisse in der Botanik mitbringen, die beim Zusammenstellen von Sträußen und Bouquets helfen und auch im Blumenladen selbst die richtige Pflege für eine optimale Gesundheit und ein perfektes Wachstum der zahlreichen Blumen- und Pflanzenarten gewährleisten.
Botanische Namen sind ein fester Bestandteil der Nomenklatur der Wissenschaft und bei sämtlichen Blumen und anderen Pflanzenarten etabliert. Botanische Namen dienen dabei der Unterscheidung sämtlicher Arten eines bestimmten, biologischen Organismus und machen sprachlich die Abgrenzung verschiedener Varianten und Besonderheiten von Blumen und Pflanzen möglich, die für den Laien auf den ersten Blick identisch aussehen. Jede Pflanze, die sich in der Natur entdecken oder bei einem professionellen Floristen erwerben lässt, verfügt über einen botanischen Namen, der eine exakte Benennung der jeweiligen Pflanze möglich macht. Sämtliche botanische Namen sind in lateinischer Sprache gehalten und machen eine Einteilung in Gattung, Art und Spezies nicht nur bei Pflanzen möglich. Rosengewächse tragen z.B. die wissenschaftliche Bezeichnung rosa, spezielle Arten haben einen ergänzenden Namen, beispielsweise rosa pendulina bei der Alpenrose. Die eindeutige Benennung in lateinischer Sprache macht es Botanikern, Floristen und Wissenschaftlern zudem möglich, über die Grenzen der einheimischen Sprache hinweg Pflanzen und andere Lebewesen eindeutig zu benennen und so auch auf internationaler Basis die Forschung im botanischen Bereich voranzutreiben.
Ein botanischer Garten ist eine besondere Einrichtung im urbanen Umfeld, die ein Stück unberührter Natur darstellt und eine Vielfalt von Bäumen, Blumen und anderen Pflanzen zum Zwecke der wissenschaftlichen Erforschung oder der reinen, ästhetischen Bereicherung bereithält. Viele botanische Gärten, die sich aktuell in Deutschland entdecken lassen, haben ihre Wurzeln entweder im universitären oder religiösen Umfeld und wurden von Botanikern oder Mönchen oftmals schon über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg kultiviert. Ein botanischer Garten grenzt sich dabei von der klassischen Landwirtschaft ab, da die Intention eines solchen Gartens nicht im wirtschaftlichen Nutzen liegt. Zwar werden hier oft auch klassische Nutzpflanzen wie z.B. Kartoffeln oder Tomaten angepflanzt, jedoch steht bei einem botanischen Garten eher die Präsentation der zahlreichen Gattungen und Arten im Vordergrund. Sofern es die klimatischen Umstände zulassen, werden in einen botanischen Garten bewusst Pflanzen eingesetzt, die in freier Wildbahn des jeweiligen Landes nicht anzutreffen sind und damit eine Erforschung fremder Pflanzen anderer Nationen und Kontinente ermöglichen sollen. Da die meisten botanischen Gärten noch heute wissenschaftlich angelegt sind, ergänzen Hinweisschilder die einzelnen Pflanzen und lehren wichtige Inhalte über die spezielle Art oder die Botanik im Allgemeinen. Als wissenschaftlicher Lehrpfad sind botanische Gärten somit nicht nur ein erholsamer Ort im städtischen Umfeld, sondern auch ein beliebter Anlaufpunkt von Schulklassen oder universitären Kursen.



Bouillondraht ist eine beliebte Drahtvariante in der Floristik sowie im Dekobereich, der sich in seinen Materialeigenschaften erheblich vom klassischen Blumenbindedraht abgrenzt. Während Draht aus Aluminium eher der Stabilisierung von Sträußen, Kränzen und Gestecken dient, wird Bouillondraht ausschließlich als dekoratives Elemente eingesetzt und kann so abschließend um die genannten Produkte der Floristik gewickelt werden. Bouillondraht wird meist schon am Werk in einer spiralförmigen oder gekräuselten Gestalt verkauft und lässt sich nach Abtrennung von der Drahtrolle ohne weitere Nachbearbeitung kunstvoll um Dekoelemente aller Art legen. Vergleichen mit Blumenbindedraht ist Bouillondraht auch sehr weich und kann daher noch erheblich in die Länge gezogen werden, ohne seinen verschnörkelten Charakter dabei zu verlieren. Mit diesem speziellen Draht lassen sich z.B. Trauer- oder Adventskränze vielfach umwickeln, auch Gegenstände außerhalb des floristischen Umfelds erhalten durch Bouillondraht eine neue Zierde. Im Fachhandel wird der Draht in zahlreichen Farbvarianten angeboten, was den ästhetischen Einsatz zusätzlich vervielfacht. Bouillondraht lässt sich im vielfältigen Onlineangebot von floristik21.de ebenso entdecken wie eine Vielzahl weiterer Drahtvarianten, die für den professionellen Einsatz floristischer Betriebe ebenso unerlässlich sind wie für Hobbygärtner und -floristen.

