Bodendecker
Der Begriff Bodendecker fasst eine Vielzahl von Blumen und anderen Pflanzenarten zusammen, die sich durch ihre äußerliche Gestalt optimal zum Abdecken von Freiflächen anbieten. Dieser Effekt kann beispielsweise in klassischen Gartenanlagen gewünscht sein, wo die Lage einzelner Gartenbereiche sowie das Umfeld nicht für eine umfangreiche Bepflanzung taugen und lediglich eine natürliche Überdeckung dieser Bereiche gewünscht wird. Noch häufiger findet der Bodendecker in der Trauerfloristik seinen Einsatz, wo er einen wesentlichen Teil der Grabbepflanzung darstellt und hier die dunkle Erde einer hergerichteten Grabstätte abdecken soll. Zu den wesentlichen Merkmalen der Bodendecker gehört ein eher flacher, jedoch sehr buschiger und dichter Wuchs, mit dessen Hilfe allein durch den Einsatz einer einzigen Pflanze ein größerer Bereich des umliegenden Bodens abgedeckt werden kann. Zudem wird von vielen Bodendeckern nicht verlangt, dass diese explizit eine oder mehrere Blüten ausbilden, so dass klassische Grünpflanzen ohne eine regelmäßige Blüte gern als Bodendecker ausgewählt werden. Zu den bekanntesten Arten, die hierzulande als Bodendecker in privaten Gärten und auf Friedhöfen zum Einsatz kommen, gehören das Immergrün, der Thymian, zahlreiche Efeuvarianten sowie der Buchsbaum. Ohne eine regelmäßige Pflege können Bodendecker auch ein immenses Wachstum nach oben entwickeln und so größere Flächen überwuchern.
Eigenschaften und Verwendung
Bodendecker sind niedrig wachsende Pflanzen, die den Boden mit ihren Trieben, Blättern oder einem dichten Bestand bedecken. Sie werden in Gärten, auf Böschungen, unter Gehölzen, in Steinanlagen und teilweise auf Gräbern eingesetzt. Durch die geschlossene Pflanzendecke wird die freie Bodenfläche kleiner; die Wirkung hängt jedoch von Pflanzenart, Pflanzabstand und Standort ab.
Es gibt immergrüne und sommergrüne Bodendecker sowie Arten mit kriechenden, horstbildenden oder ausläuferbildenden Trieben. Manche blühen auffällig, andere werden vor allem wegen ihres Laubs verwendet. Die Bezeichnung beschreibt daher eine gärtnerische Verwendung und keine einheitliche botanische Verwandtschaft.
Standort und Pflanzung
Der Standort wird passend zur Art ausgewählt. Bodendecker für Schatten unterscheiden sich von Arten für sonnige, trockene Flächen. Vor der Pflanzung wird der Boden von Wurzelunkräutern befreit und bei Bedarf verbessert. Ein passender Pflanzabstand ermöglicht eine geschlossene Decke, ohne dass die Pflanzen anfangs unnötig stark um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.
In der Anwachsphase wird regelmäßig gegossen, bis ein belastbares Wurzelsystem entstanden ist. Danach ist der Wasserbedarf artspezifisch. Ausläuferbildende Arten können sich über die gewünschte Fläche hinaus ausbreiten und müssen gegebenenfalls begrenzt werden. Eine Mulchschicht kann das Anwachsen unterstützen, darf aber die Pflanzenbasis nicht dauerhaft bedecken.
Pflege und Grenzen
Bodendecker verringern Pflegeaufwand, ersetzen aber keine Standortvorbereitung. Verblühte Triebe, beschädigte Pflanzenteile und über den Rand wachsende Ausläufer werden je nach Art entfernt. Unter Gehölzen muss der Wettbewerb um Wasser berücksichtigt werden. Giftigkeit, Invasivität und Winterhärte werden vor der Auswahl geprüft.
Häufige Fragen zu Bodendeckern
Was sind Bodendecker?
Bodendecker sind niedrig wachsende Pflanzen, die freie Bodenflächen durch dicht stehende Blätter, Triebe oder Ausläufer bedecken. Sie werden unter anderem unter Gehölzen, auf Böschungen, in Steingärten und auf Gräbern verwendet. Der Begriff beschreibt eine gärtnerische Funktion. Bodendecker können immergrün, sommergrün, blühend, horstbildend oder ausläuferbildend sein.
Welche Bodendecker eignen sich für Schatten?
Für Schatten eignen sich nur Pflanzen, die mit geringer Lichtmenge und der Konkurrenz von Gehölzwurzeln zurechtkommen. Die genaue Auswahl hängt zusätzlich von Bodenfeuchte, Humusgehalt und Winterhärte ab. Eine sonnig liebende Art bleibt auch im Schatten nicht dauerhaft vital. Deshalb werden die Standortansprüche der konkreten Pflanzenart vor der Pflanzung geprüft.
Wie schnell schließen Bodendecker eine Fläche?
Wie schnell Bodendecker eine Fläche schließen, hängt von Art, Pflanzgröße, Pflanzabstand, Temperatur, Wasser und Standort ab. Stark ausläuferbildende Arten bedecken den Boden meist schneller als langsam wachsende Horstpflanzen. Ein enger Abstand schließt die Fläche früher, erhöht aber den Anfangsbedarf an Pflanzmaterial und Wasser.
Müssen Bodendecker gegossen werden?
Bodendecker müssen besonders nach der Pflanzung regelmäßig gegossen werden, bis sie eingewurzelt sind. Später richtet sich der Wasserbedarf nach Pflanzenart, Boden und Wetter. Auch robuste Arten können bei längerer Trockenheit leiden. Unter Bäumen ist zusätzliche Konkurrenz durch die Wurzeln möglich, weshalb die Bodenfeuchte kontrolliert wird.
Können Bodendecker Unkraut vollständig verhindern?
Bodendecker können den Aufwuchs vieler Unkräuter erschweren, verhindern ihn aber nicht vollständig. Vor der Pflanzung werden Wurzelunkräuter sorgfältig entfernt, weil sie sich später nur schwer aus einer geschlossenen Pflanzendecke lösen lassen. In der Anwachsphase bleiben offene Stellen anfällig und werden regelmäßig kontrolliert und vorsichtig gepflegt.
Breiten sich Bodendecker unkontrolliert aus?
Einige Bodendecker breiten sich durch Ausläufer oder Selbstaussaat über den vorgesehenen Bereich hinaus aus, andere wachsen langsam und bleiben kompakt. Vor der Pflanzung werden Wuchsform und Ausbreitungsverhalten geprüft. Über den Rand wachsende Triebe können abgeschnitten oder durch eine geeignete Begrenzung kontrolliert werden. Regionale Empfehlungen sind zu beachten.



















