Bouquet
Der Begriff Bouquet bezeichnet eine Zusammenstellung von Blumen im Rahmen eines Gebindes. Der Begriff wird im deutschen Sprachraum meist synonym zum Blumenstrauß verwendet. Ursprünglich aus dem Französischen stammend, deutet der Begriff Bouquet nicht nur eine willkürliche Kombination von Blumen an, vielmehr steht eine farbliche, optische und olfaktorische Harmonie bei der Zusammenstellung im Vordergrund. Deutlich wird dies auch bei der Verwendung des Begriffs Bouquet im Zusammenhang mit Wein, wo das Wort einen positiven Gesamteindruck beschreibt, der mit allen Sinnen beim Genuss des alkoholischen Getränks gewonnen werden kann. Dies soll auch bei einem Bouquet Blumen möglich werden, weshalb sich professionelle Floristen im Rahmen ihrer Ausbildung damit auseinandersetzen, welche Blumen und weitere Pflanzen optimal miteinander harmonieren und so gemeinschaftlich Platz in einem Bouquet finden können. Größe und Art der Blumen spielen hierbei ebenso eine Rolle wie die gleichen, botanischen Bedürfnisse der Pflanzen, z.B. die Anzahl der Sonnenstunden pro Tag oder die Häufigkeit des Gießens. Laien im Bereich der Floristik verbinden mit einem stimmigen Bouquet vor allem eine farblich perfekte Zusammenstellung des Blumenstraußes. In Abgrenzung zu diesem wird unter einem Bouquet meist ein kleines und kompaktes Gebinde verstanden, das neben klassischen Schnittblumen auch umfassendes Beiwerk umfassen kann. Bei der Zusammenstellung von Bouquets spielt letztlich auch der Anlass mit ein, für welchen dieses Gebinde erstellt wird; ein zu farbenfroher Strauß als Bouquet für eine Trauerfeier wird selbst bei einer perfekten und harmonischen Zusammenstellung von Blumen und Beiwerk nicht den Geschmack eines potenziellen Käufers treffen.





Der Begriff Brautstrauß bezeichnet eine bestimmte Form von Blumenstrauß, wie sie speziell für die Hochzeit eines Brautpaars angefertigt wird. Der Einsatz von Blumenschmuck bei einer Hochzeit ist seit vielen Jahrhunderten etabliert und sorgt so für eine ästhetische Aufwertung des gesamten Ereignisses, die Braut als schönste und wichtigste Dame des Tages soll ebenso durch das Tragen eines Brautstraußes noch schöner und strahlender wirken. Ähnlich wie bei der Auswahl des passenden Hochzeitkleids oder einer reizvollen Dekoration für die Räumlichkeiten der Feier achten Bräute ebenso gewissenhaft auf die Zusammenstellung des Brautstraußes, wobei streng genommen nicht von einem klassischen und typischen Brautstrauß gesprochen werden kann. Grundsätzlich kann der Brautstrauß zahlreiche Stile der Gestaltung aufgreifen und so z.B. als Biedermeierstrauß eine eher traditionelle Hochzeitsfeier wie ein modernes Hochzeitsfest mit einer innovativen Optik bereichern. Allen Sträußen gemeinsam ist jedoch die aufwendige Fertigung sowie der Einsatz einer großen Zahl von Einzelblumen und Blüten. Gerade wenn in einer Kirche oder einem Standesamt Blumenschmuck für die feierliche Zeremonie zu finden ist, sollte sich der Brautstrauß optisch noch einmal von diesem Schmuck abzuheben wissen. In vielen Nationen rund um den Globus ist das Werfen des Brautstraußes nach der Zeremonie eine beliebte Tradition. Hierbei wirft die Braut ihren Strauß auf eine Gruppe noch lediger Besucherinnen der Trauung, welcher sie den Rücken beim Wurf zudreht. Wer den Brautstrauß fängt, wird der Tradition nach als nächstes heiraten.

Der Brautstraußhalter ist ein praktisches und ästhetisches Utensil, das bei Trauungen zum Einsatz kommt und hier den eigentlichen Brautstrauß ergänzt. Ein Brautstraußhalter ist dabei als Umfassung des Straußes im Stil einer kleinen, ästhetischen Vase zu sehen und in vielen Fällen mit Herzen und ähnlichen Elementen dekorativ gestaltet. Neben der optischen Aufwertung des Blumenstraußes durch die besondere Form erfüllt der Halter auch den praktischen Zweck, dass die Braut den Strauß in seiner reinen und natürlichen Form nicht die ganze Zeit tragen muss und so z.B. ihre Brauthandschuhe durch den natürlichen Charakter des Straußes befleckt. Ein moderner Brautstraußhalter wird nicht nur in einer tragbaren Variante angeboten, sondern bei vielen Herstellern auch um einen Tischständer oder ähnliches ergänzt. Nach der Trauungszeremonie kann der Strauß so einfach aufrecht auf den Tisch des Brautpaares gestellt werden, ohne dass dieser durch eine liegende Position Schaden nehmen würde. Sollte ein Brautstraußhalter zur eigenen Hochzeitsfeier hinzugehören, empfiehlt es sich dies früh bei der Hochzeitsplanung anzukündigen. Verschiedene Varianten besitzen ein Inneres aus Steckschaum, so dass der Brautstrauß hier eher zu einem individuell zusammensetzbaren Gesteck wird. Natürlich kann sich der Einsatz eines solchen Halters auch für die Herrichtung von Blumenschmuck zu vielen weiteren Anlässen anbieten.

Die Bundesgartenschau bezeichnet die größte Ausstellung ihrer Art in Deutschland, die sich mit den Themen Gartenbau, Landschaftsarchitektur und Floristik befasst. Die Gartenschau findet dabei im Abstand von zwei Jahren statt und wird jeweils in einer anderen deutschen Stadt abgehalten, die einige Jahre zuvor zum Zwecke einer ausreichenden Vorbereitungszeit benannt wird. Die heutige Bundesgartenschau steht dabei in einer langen Tradition von Gärtnern, Floristen und Landwirten, ihre jeweiligen Produkte einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren, wobei gerade in früheren Jahrzehnten neue Züchtungserfolge und unbekannte Pflanzen- und Blumenarten die Aufmerksamkeit der Messebesucher in ihren Bann ziehen sollten. Auf diese Weise wurde die Bundesgartenschau und ihre historischen Vorgänger zu einer der wichtigsten Möglichkeiten für Privatpersonen, überhaupt die Vielfalt der modernen Botanik kennenzulernen, da der professionelle Gartenbau bereits vor 100 Jahren vorrangig durch private Unternehmen vollzogen wurde, die keinen tieferen Einblick in ihre Vielfalt gewährten. Erstmalig fand die Bundesgartenschau 1951 in Hamburg statt, die nächsten Termine des auch international beachteten Ereignis sind 2013 ebendort, 2015 in der Havelland-Region sowie 2017 in Berlin. Parallel hierzu haben die Gärtner und Floristen der einzelnen Bundesländer in regelmäßigen Zeitabständen die Möglichkeit, sich auf einer Landesgartenschau ihrer jeweiligen Region zu präsentieren.

Mit Bürstenblumen werden verschiedene Pflanzen- und Blumenarten bezeichnet, die sich über die besondere Form ihrer Blüte auszeichnen und die mit ihrer Form vor allem größere Insekten und Schmetterlinge zur Bestäubung anlocken. Bürstenblumen, in manchen Regionen Deutschlands auch als Pinselblumen bekannt, zeichnen sich durch die langgezogene Form ihrer Staubblätter aus, die wie kleine Pinsel aus der Mitte der Blüte emporwachsen. Die Bezeichnung ist dabei sowohl für Blumen mit nur einem Blütenstand wie bei Exemplaren mit vielen Einzelblüten etabliert. Neben den verlängerten Staubblättern sind auch die Griffel der Blume länger als bei vielen anderen Arten, so dass diese regelrecht aus dem Blütenkelch herausragen oder beim Fehlen eines Kelches zumindest einen größeren Abstand zum Stiel der Pflanze besitzen. Die markante Form lockt dabei nicht nur durch ihre markante Form viele Insekten an, vielmehr findet auch die Weitergabe der Pollen über die Bürsten auf eine praktische und einfache Weise statt. Bekannte Bürstenblumen, die in Deutschland und Mitteleuropa gedeihen, sind der Spitzwegerich, die Korbweide sowie der Wiesenknöterich.



