Andrahtmaschine
Eine Andrahtmaschine ist ein technisches Hilfsmittel, das den in der Floristik unerlässlichen Arbeitsschritt des Andrahtens erheblich erleichtert. Eine Andrahtmaschine eignet sich dabei nicht nur für die Anbringung von Blumen, Blüten und Pflanzenteilen, sondern ist für weitere Dekoelemente wie Kerzen, Wurzeln oder sogar Holz- und Plastikfiguren bestens geeignet. In eine moderne Andrahtmaschine werden zunächst Spulen aus Aluminiumdraht oder ähnlichen Metallen eingesetzt, wobei die individuelle Dicke des Draht bei der Verarbeitung direkt berücksichtigt wird. Nach den Einstellungen des Benutzers trennt die Andrahtmaschine ein Drahtstück der gewünschten Länge von der Spule ab und bringt dieses in eine Form, die für das Gesteck oder den Kranz gewünscht wird. Bei größeren Andrahtmaschinen kann die Grundlage des zu erzeugenden Schmuckes in die Maschine eingelegt werden, so dass die präparierten Drähte direkt in diese Grundlage eingeführt werden. Der abschließende Arbeitsschritt, der vom klassischen Floristen noch selbst zu übernehmen ist, ist das Aufsetzen von Blüten, Pflanzenteilen und weiteren Dekoelementen, um so individuelle Gebinde, Kränze und Gestecke zu erzeugen. Während Hobbyfloristen im Regelfall auf eine Andrahtmaschine verzichten und sämtliche Arbeitsschritte vollständig manuell ausführen, ist die Maschine in der professionellen Floristik unerlässlich. Für Maschinen zahlreicher Hersteller geeignete Drähte lassen sich im Sortiment von floristik21.de in diversen Farbvarianten finden.







Anschneiden gehört zu den wichtigsten Handgriffen eines jeden Floristen, wobei das professionelle Anschneiden zahlreicher Blumenarten während der Ausbildung zum Floristen vermittelt wird. Wie es der Name bereits andeutet, wird das Anschneiden ausschließlich bei Schnittblumen nötig, die nicht in Töpfen oder Pflanzgefäßen an den Kunden übergeben werden, sondern als Strauß oder Bouquet in Blumenwasser gestellt werden. Die Blumen werden hierbei nur noch auf sehr einfache Weise mit Nährstoffen über das Blumenwasser versorgt, wobei eine größere Aufnahme dieser Nährstoffe dafür sorgt, dass der Blumenstrauß über längere Zeit hinweg einen frischen und farbenfrohen Charakter behält. Ziel des professionellen Anschneidens ist es daher, die Fläche zu maximieren, über die eine Blume Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Die einzelnen Blumenstile werden daher nicht gradlinig abgeschnitten, vielmehr wird eine möglichst große Schräge erzeugt, um den genannten Effekt in optimaler Weise auszunutzen. Während Hobbyfloristen das Anschneiden manuell mit einer geeigneten Schere vornehmen, ist im professionellen Umfeld der Einsatz von Anscheidemaschinen etabliert. Diese sorgen nicht nur für einen gleichmäßigen und angemessenen Schnitt bei sämtlichen Schnittblumen, sondern bringen hierbei auch die Stiele verschiedener Blumensorten auf eine einheitliche Länge, was für eine ästhetische und gleichmäßige Optik des gefertigten Straußes oder Bouquets sorgt.






Mit dem Begriff Anzuchterde wird in Gartenbau und Floristik eine besondere Variante der klassischen Blumenerde bezeichnet, die speziell auf den Bedarf junger Pflanzen abgestimmt ist. Wie bei anderen Lebewesen auch, sind Pflanzen in den ersten Tagen und Wochen nach ihrer Keimung bzw. Einpflanzung auf eine besonders reichhaltige und gut abgestimmte Mischung von Nährstoffen angewiesen, die herkömmliche Blumenerden meist nicht zu bieten haben. Anzuchterde geht genau auf diesen Umstand ein und versorgt Blumen und andere Pflanzen in der ersten Phase des Wachstums mit wichtigen Spurenelementen und anderen Nährstoffen, die zur optimalen Entwicklung der Pflanze beitragen. Anzuchterde sollte bei einer bereits ausgewachsenen Pflanze hingegen nicht zum Einsatz kommen, da hier schnell der Zustand einer Überdüngung eintritt, der sich schädlich auf die Entwicklung der jeweiligen Pflanze auswirken kann. Für spezielle Pflanzenarten wie Rosen, Orchideen oder viele Gewürzpflanzen, die für eine sensible Reaktion auf Umweltfaktoren bekannt sind und eine umfassende Pflege benötigen, können durch die gezielte Wahl von Anzuchterden die Chancen auf einen größeren Zuchterfolg erhöht werden.




Unter Arbeitstechniken werden sämtliche handwerklichen Tätigkeiten zusammengefasst, die ein professioneller Florist zur Ausübung seines Berufs benötigt. Aufgrund der Vielzahl an Blumen- und Pflanzenarten ist es nötig, auf verschiedene Weisen diese zu Sträußen, Bouquets oder Gestecken zu verarbeiten. Zu den Arbeitstechniken gehört hierbei die richtige Pflege blühender Pflanzen, das professionelle Schneiden von einzelnen Pflanzenteilen oder ganzen Pflanzen sowie das Zusammenstellen von Bouquets und Sträußen, wobei letzteres nicht nur ein ästhetisches Empfinden von der ausführenden Person einfordert. Gerade spezielle Artikel aus dem Floristikbereich wie Girlanden oder Kränze benötigen eine besondere Technik zur Herstellung. Zudem sollten Flechtwaren dieser Art möglichst stabil sein und ihrem Käufer über lange Zeit hinweg Freude bereiten. Genau dies macht spezielle Arbeitstechniken notwendig, die ein professioneller Florist in seiner dreijährigen Ausbildungszeit kennenlernt und so zu einem Fachmann seines Gebietes wird. In der heutigen Zeit spielen neben dem ästhetischen und handwerklichen Können auch wirtschaftliche Faktoren in die verschiedenen Arbeitstechniken hinein, z.B. um Blumen oder Pflanzenteile in optimaler Weise kostengünstig nutzen zu können und lediglich einen geringen Verschleiß während der Verarbeitung verzeichnen zu müssen.

Der Arbeitstisch ist ein unerlässliches Möbelstück in Blumengeschäften und Floristikbetrieben und sollte dabei sämtlichen Ansprüchen und Arbeitsschritten genügen, die ein Florist bei seiner alltäglichen Tätigkeit auszuführen hat. Hierbei kommt es weniger auf den Arbeitstisch selbst an, für den ich theoretisch jeder Tisch mit einer glatten und einfach zu reinigenden Oberfläche anbieten würde. Vielmehr achten professionelle Floristen darauf, dass ihr Tisch die Anbringung zusätzlicher, technischer Geräte oder Hilfsmittel ermöglicht, die zum floristischen Alltag gehören und die Ausübung dieses kreativen Berufs erleichtern. In vielen Fällen wird ein Arbeitstisch für den Floristen bereits mit zahlreichen Zusatzelementen angeboten, die eine Grundausstattung für den Floristen darstellen und so den ergänzenden Erwerb von Hilfsmitteln und Werkzeugen vorerst überflüssig machen. Zu den wichtigsten Ergänzungen, die direkt am Arbeitstisch eines Floristen zu finden sein sollten, sind Geräte zum Anscheiden von Schnittblumen sowie Abrollvorrichtungen für klassisches Blumenpapier, kunstvolle Zierfolie sowie Bänder in einer oder mehreren Farben, mit denen die Verzierung von Sträußen und Gestecken gelingt. Auch die Anbringung der genannten Elemente an den Arbeitstisch sollte nach ergonomischen Maßstäben erfolgen, damit sämtliche Tätigkeiten und Handgriffe in kurzer Zeit und ohne große Komplikationen durchgeführt werden können. Je nach Größe des Geschäftes rüstet sich Floristen auch mit mehreren Arbeitstischen aus, die jeweils für bestimmte Arbeitsschritte hergerichtet sind.

Der Begriff Arrangement entstammt der französischen Sprache und bedeutet in seinem ursprünglichen Sinn Zusammenstellung, wobei die Bezeichnung gerade im künstlerischen und kunsthandwerklichen Bereich seine Anwendung findet. Auch in der Floristik ist das Arrangement als Begriff somit etabliert und bezeichnet hier entweder die Zusammenstellung von Blumen und weiteren Pflanzen zu einem Strauß, Bouquet oder Gesteck bzw. die Kombination mehrere Sträuße und Gestecke zu einem Gesamtkunstwerk. Durch die Verwendung des Begriffs Arrangement wird auch angedeutet, dass es sich nicht um eine beliebige Kombination der verwendeten Elemente handelt, sondern nach bestimmten Kriterien und Regeln wie z.B. der Farb- und Formenlehre gearbeitet wurde. Durch ein Arrangement kann ein Künstler, zu dem in weitesten Sinne auch der Florist gezählt werden kann, auch einen eigenen Charakter entwickeln und Blumen und Pflanzen auf individuelle Weise miteinander kombinieren. Das gezielte Durchbrechen von Regeln der Ästhetik zur Erschaffung etwas Neuen ist hierbei ebenso erlaubt wie das Einbinden von anderen Zierelementen in ein Arrangement, die nicht unmittelbar mit der Floristik zu tun haben. Vor allem im Landschafts- und Gartenbau lassen sich Arrangements dieser Art entdecken, bei denen Blumenbeete oder Ziergärten mit Dekofiguren oder Springbrunnen zusätzlich verziert werden. Neben der subjektiven Ästhetik können auch geometrische oder mathematische Kriterien als Basis für ein künstlerisches Arrangement dienen.


Der Begriff Ästhetik bezeichnet in seinem ursprünglichen Sinn eine philosophische Disziplin, die sich mit der Wahrnehmung der Umwelt durch den Menschen befasst, im alltäglichen Sprachgebrauch wird das Wort hingegen für die Wahrnehmung von Schönheit und Harmonie verwendet. Ziel der Ästhetik ist es, durch Beobachtung der menschlichen Wahrnehmung herauszufinden, was objektiv als schön empfunden wird und hiernach subjektive Kriterien für die Schönheit von Menschen oder Objekten herzuleiten. Ästhetik ist hierbei auch ein führender Begriff in der Gestaltungslehre sowie in der bildenden Kunst, wobei zahlreiche Künstler bewusst die Prinzipien der bekannten Ästhetik durchbrechen und so eigene Formen von Schönheit oder bewusster Hässlichkeit herbeiführen. Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine Form oder Farbe als ästhetisch zu bezeichnen, selbst die Abgrenzung von Objekten untereinander als mehr oder weniger ästhetisch gelingt nur mühsam und unterliegt stets einer subjektiven Wahrnehmung. Von einer größeren Zahl an Menschen werden allerdings Menschen, Pflanzen oder künstliche Objekte als ästhetisch empfunden, wenn diese über Harmonien und Symmetrien in der Gestaltung verfügen. Auf dieser Basis ist der Naturästhetik eine besondere Rolle zuzuteilen, da sich Blumen und viele weitere Pflanzen in ihrer Entwicklung an Prinzipien wie der Selbstähnlichkeit orientieren und so bei vielen Menschen einen ästhetischen Eindruck hinterlassen.








Unter dem Begriff Autoschmuck werden alle floristischen Elemente zusammengefasst, die speziell für die Anbringung an Fahrzeugen aller Art konzipiert wurden und so eine Verzierung zu bestimmten Ereignissen ermöglichen. Besonders beliebt ist Autoschmuck im 21. Jahrhundert bei Hochzeiten, wobei das Fahrzeug des Brautpaares sowie von Verwandten und Freunden mit natürlichen oder künstlichen Blumen verziert werden. Handwerklich einfach herzustellen und sicher an ein Fahrzeug anzubringen sind dabei kleine Blumensträuße oder Kränze, die sich an die Außenspiegel oder Antenne anbinden lassen. Anspruchsvoller stellt sich die Positionierung eines angeschnittenen Blumenstraußes oder ähnlicher Dekoelemente auf dem Dach des Wagens oder der Motorhaube dar, da hier selbst bei größerem Fahrtwind die Form des ästhetischen Gestecks oder Straußes erhalten bleiben soll. im Regelfall werden diese Elemente mit dünnen und stabilen Seilen an verschiedenen Aufhängepunkten des Fahrzeugs fixiert, die nur in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug erkannt werden können. Die Anbringung von Autoschmuck ist selbst als sehr traditionell anzusehen und geht weit über die Geschichte des Automobils hinaus. Schon vor Jahrhunderten wurden einfache Pferdewagen und prunkvolle Kutschen zu bestimmten Anlässen mit Blumen geschmückt, um so einen freudigen Tag in bunte Farben zu tauchen. Selbst das Schmücken der Pferde und anderer Zugtiere zu diesem Zweck war etabliert und kann als Vorläufer des heutigen Autoschmucks angesehen werden.

