Knolle
Der Begriff Knolle bezeichnet ein Organ zahlreicher Pflanzen, das ausschließlich unterirdisch zu finden ist und verschiedene Aufgaben für die Pflanze erfüllt. Bei vielen dieser Pflanzen übernimmt die Aufgabe der Wurzel, ist jedoch nicht mit dieser gleichzusetzen und kann eher als Verbindung zwischen Wurzel und Sprossachse der Pflanze gesehen werden. Verschiedene Knollen dienen auch dem Menschen zum Verzehr, die bekanntesten Beispiele sind die Kartoffel sowie die Maniok. Ein mit der Knolle vergleichbares Organ ist die Zwiebel, bei dieser sind über die Generationen hinweg jedoch die Blätter der Pflanze mit dem ursprünglichen Wurzelwerk verschmolzen. Mit der Knolle wie die Anzucht neuer Pflanzen möglich, um diese gezielt durchführen zu können, ist wie bei einer Zwiebel eine kühle und trockene Lagerung unerlässlich. Im Kontakt mit Wasser kann es schnell zu einer Keimung der Knolle und dem Auskeimen der ersten Triebe kommen, sollte die Knolle in diesem Fall nicht zeitnah eingepflanzt werden, stirbt die Pflanze an Nährstoffmangel. Zu den bekanntesten Blumen, die aus einer Knolle heraus erwachsen, zählen die Dahlie sowie das Alpenveilchen. Ein wesentlicher Vorteil der Knolle gegenüber einem klassischen Wurzelwerk ist ihre Möglichkeit, Nährstoffe bis zu einem gewissen Anteil im Inneren der Knolle zu speichern, um so das Wachstum der Pflanze nach der Einpflanzung positiv zu beeinflussen.
Knolle
Eine Knolle ist ein verdicktes Speicherorgan, das Nährstoffe einlagert. Je nach Entstehung handelt es sich um eine Wurzelknolle oder eine verdickte Sprossachse. Beispiele sind Dahlienknollen, Kartoffeln als Sprossknollen und Cyclamenknollen.
Fachliche Einordnung und praktische Anwendung
Knollen treiben aus Knospen oder Augen aus und dienen der Überdauerung. Pflege, Teilung und Überwinterung hängen davon ab, ob die Knolle aus Wurzel oder Spross entstanden ist. Manche Zierpflanzenknollen sind frostempfindlich und werden trocken beziehungsweise frostfrei gelagert. Beschädigte oder faule Stücke werden aussortiert.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu einer Zwiebel?
Eine echte Zwiebel besteht aus verdickten Speicherblättern um eine Sprossachse. Eine Knolle ist ein verdicktes Speicherorgan, das aus Wurzel oder Spross entstehen kann. Beide Begriffe werden im Handel manchmal ungenau zusammengefasst.
Wie vermehrt man Knollen?
Bei teilbaren Knollen muss jedes Teilstück mindestens eine vitale Knospe oder ein Auge besitzen. Schnittflächen lässt man je nach Art abtrocknen. Zeitpunkt, Substrat und Feuchtigkeit richten sich nach der konkreten Pflanze.
Wie überwintert man frostempfindliche Knollen?
Nach dem Einziehen werden sie vorsichtig aufgenommen, von grober Erde befreit und trocken, luftig sowie frostfrei gelagert. Faule, verletzte oder verschimmelte Stücke werden entfernt. Die Art bestimmt, ob völlige Trockenheit oder leichte Restfeuchte sinnvoll ist.
Warum treibt eine Knolle nicht aus?
Mögliche Ursachen sind fehlende Augen, Fäulnis, Austrocknung, falsche Temperatur oder ein noch nicht beendeter Ruhezustand. Die Knolle wird auf Festigkeit und Knospen geprüft; zu frühes oder zu nasses Antreiben erhöht das Fäulnisrisiko.



















