Jardiniere
Die Jardiniere ist ein Behältnis für Blumen, das über die Jahrzehnte hinweg immer wieder neue Formen einnahm und als Vorgänger des modernen Blumenkastens bzw. der Pflanzschale angesehen werden kann. Im südwestdeutschen Raum wird die Bezeichnung Jardiniere noch heute für einen einfachen Blumenkasten verwendet, der z.B. auf Balkonen oder Terrassen in spezielle Halterungen eingehangen werden kann. Das Wort selbst stammt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie Gärtnerin, der Begriff soll hiermit die Freiheit andeuten, in diese Pflanzschale ebenso einfach Blumen und andere Pflanzen einsetzen zu können wie in einen richtigen Garten. Vor der Epoche des Jugendstils war die Jardiniere bereits fester Bestandteil in der Inneneinrichtung gehobener Haushalte, wie sie mit echten Blumen oder anderen, kunstvollen Ziergegenständen ausgestattet wurde. Um die Jahrhundertwende und somit in der Blütezeit des Jugendstils wurde die Jardiniere immer häufiger mit echten Blumen gefüllt, die kompakte Form der Schale machte einen einfachen Transport innerhalb der Wohnung möglich. Zu dieser Zeit etabliert sich die Bezeichnung Jardiniere auch für den sogenannten Tafelaufsatz, der sich als Zierschale auf jedem bürgerlichen Essenstisch finden ließ und hier ebenfalls einen ansprechenden Platz für Pflanzen aller Art bot. Varianten aus Silber oder anderen Metallen waren bei ursprünglichen Jardinieren besonders häufig anzutreffen, im Laufe der Zeit entwickelten sich hieraus eher einfache und weniger elegante Pflanzgefäße für den Innenraum.
Jardiniere
Eine Jardiniere ist ein längliches Pflanz- oder Dekorgefäß, häufig aus Keramik, Metall, Stein oder Kunststoff. Sie kann mehrere Pflanzen aufnehmen oder als Gefäß für floristische Arrangements dienen und wird auf Tischen, Fensterbänken oder Podesten eingesetzt.
Fachliche Einordnung und Praxis
Die längliche Form eignet sich für Reihen, Gruppen und horizontale Kompositionen. Bei Frischblumen müssen Innenraum, Wasserdichtigkeit, Ablauf und Gewicht geprüft werden. Mehrere Pflanzen benötigen ausreichend Wurzelraum und eine gleichmäßige Bewässerung. Die Jardiniere sollte standsicher stehen und im Verhältnis zu Möbel, Raum und Bepflanzung passen.
Häufige Fragen
Was unterscheidet eine Jardiniere vom Blumentopf?
Eine Jardiniere ist meist länger und flacher oder nimmt mehrere Pflanzen beziehungsweise ein längliches Arrangement auf. Die Begriffe werden im Handel nicht immer streng verwendet. Form, Volumen und Zweck sind für die praktische Auswahl entscheidend.
Kann man eine Jardiniere mit Wasser füllen?
Nur wenn sie wasserdicht und dafür geeignet ist. Viele dekorative Gefäße benötigen einen Einsatz. Wasser darf weder durch Poren austreten noch ohne Abzug dauerhaft im Wurzelbereich stehen.
Wie bepflanzt man eine Jardiniere?
Pflanzen mit ähnlichen Licht- und Wasseransprüchen werden kombiniert. Ein Abfluss oder wasserdichter Einsatz, passendes Substrat und ausreichend Wurzelraum sind wichtig. Die spätere Größe der Pflanzen muss bei der Anordnung berücksichtigt werden.
Wie wird sie sicher aufgestellt?
Untergrund, Gefäßgewicht und Schwerpunkt werden geprüft. Lange Gefäße dürfen nicht kippen oder über Möbelkanten ragen. Bei öffentlichen oder erhöhten Standorten muss die Befestigung zusätzlich gegen Anstoßen und Verrutschen gesichert werden.



















