Frauenschuh
Der Frauenschuh ist eine blühende Zierpflanze und eine der beliebtesten Orchideenarten. Frauenschuh ist dabei auch Sammelbezeichnung für zahlreiche Arten mit ähnlichen, botanischen Eigenschaften, in Deutschland wird mit diesem Begriff vor allem der gelbe Frauenschuh oder Marienfrauenschuh bezeichnet, da die Pflanze der Legende nach eng mit der Jungfrau Maria in Verbindung steht. Markant für diese Orchideenart ist die große, kelchförmige Blüte, die hierbei allerdings nicht als Falle für Insekten dient, diesen jedoch einen sicheren Schutz für die Zeit der Bestäubung zusichert. Die auffällige Form ist im floristischen Umfeld auch unter dem Namen Kriemhilds Helm etabliert, der Bezug auf die gleichnamige Figur der Nibelungensage nimmt. Wie zahlreiche, exotisch anmutende Orchideenarten ist der Frauenschuh dennoch in Deutschland beheimatet und wird hier von zahlreichen Züchtern in Deutschland geschätzt, obwohl es sich um eine anspruchsvolle Garten- und Zimmerpflanze handelt. Wie manch andere, einheimische Orchideenart ist der Frauenschuh in seinem natürlichen Lebensraum besonders gefährdet, so dass gezielte Züchtungen aktuell den Bestand dieser Orchideenart sichern sollen.
Frauenschuh
Frauenschuh ist die deutsche Bezeichnung für Orchideen der Gattungen Paphiopedilum und Cypripedium. Charakteristisch ist die pantoffel- oder schuhförmige Lippe. Paphiopedilum-Arten sind überwiegend terrestrisch wachsende Zimmerorchideen; sie dürfen deshalb nicht pauschal wie epiphytische Orchideen behandelt werden.
Einordnung und praktische Anwendung
Paphiopedilum bevorzugt helles, diffuses Licht, gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe und ein luftiges, durchlässiges Substrat. Die genaue Pflege hängt von Art oder Hybride ab. Viele Frauenschuhe sind frostempfindlich und eignen sich als langlebige Topfpflanzen für Innenräume. Das Wasser sollte nicht dauerhaft in der Blattrosette stehen; kalte Zugluft, pralle Mittagssonne und vollständig austrocknendes Substrat sind ungünstig.
Häufige Fragen
Warum heißt die Orchidee Frauenschuh?
Der Name bezieht sich auf die auffällige, schuh- oder pantoffelartige Blütenlippe. Botanisch handelt es sich nicht um eine einzelne Art, sondern um mehrere Gattungen und zahlreiche Arten beziehungsweise Hybriden. Die genaue Zuordnung ist für die Pflege relevant.
Wie viel Licht braucht ein Frauenschuh?
Ein heller Standort mit gefiltertem oder indirektem Licht ist meist geeignet. Direkte starke Mittagssonne kann Blätter und Blüten schädigen. Zu wenig Licht kann Blühbereitschaft und Wachstum vermindern. Die konkrete Art oder Hybride kann abweichende Ansprüche besitzen.
Wie wird Paphiopedilum gegossen?
Das Substrat soll gleichmäßig leicht feucht bleiben, aber nicht dauerhaft nass stehen. Gegossen wird bedarfsgerecht mit möglichst zimmerwarmem Wasser; überschüssiges Wasser muss ablaufen können. Zwischen den Wassergaben sollte die Oberfläche je nach Substrat und Raumklima leicht abtrocknen.
Ist jeder Frauenschuh winterhart?
Nein. Die im Handel häufigen Paphiopedilum-Hybriden sind empfindliche Zimmerpflanzen. Einige Cypripedium-Arten können im Freiland kultiviert werden, benötigen dafür jedoch passende Art, Standort und Winterbedingungen. Gattungsname und Herkunft sollten vor einer Freilandpflanzung geprüft werden.



















