Formenarten

Formenarten F wie Farbdreiklang Als Formenarten werden in der Floristik die verschiedenen Varianten bezeichnet, in denen Pflanzen klassischerweise zusammengestellt werden können bzw. eine Herrichtung von Beeten nach ästhetischen Kriterien erfolgen kann. In beiderlei Hinsichten orientieren sich die verschiedenen Formenarten an den geometrischen Grundformen, die sich auch in Beetbereichen oder der Form von Blüten wiederfinden lassen und die so eine natürliche und harmonische Gestaltung ermöglichen. Kreisrunde Formen sind hierbei ebenso zu erkennen wie dreieckige und viereckige Gestalten, die ihrerseits auch räumliche Weite oder Enge schaffen können und so als Form harmonisch mit den eigenen vier Wänden oder einer größeren Gartenfläche einhergehen sollten. In der Ausbildung zum Floristen bzw. Gärtner spielen je nach individueller Schwerpunktsetzung das Erlernen der Formenarten sowie ihre verschiedenen Wirkungen eine wesentliche Rolle und helfen dabei, im Berufsleben Kunden professionell zu beraten. Grundsätzlich ist es hierbei natürlich erlaubt, etablierte Formen bewusst zu durchbrechen und so Formen und Gebilde zu erschaffen, die innovativ daherkommen und dennoch eine gewisse Ästhetik ausstrahlen können.

Formenarten in der Floristik

Formenarten sind unterscheidbare Grundtypen von Formen, mit denen floristische Gestaltungen beschrieben und geplant werden. Dazu zählen etwa geometrische und organische, offene und geschlossene, kompakte und lockere sowie lineare und radiale Formen.

Einordnung und praktische Anwendung

Die Einteilung ist ein Analysewerkzeug und keine weltweit festgelegte Liste. Eine Blüte, ein Zweig und ein Gefäß können unterschiedliche Formenarten miteinander verbinden. Für die Gestaltung werden Kontur, Volumen, Richtung, Zwischenraum und Übergänge betrachtet. Kontraste schaffen Spannung; verwandte Formen sorgen für Zusammenhalt. Entscheidend ist die Wirkung im konkreten Werkstück.

Häufige Fragen

Welche Formenarten sind häufig?

Häufig unterschieden werden geometrische und organische Formen, offene und geschlossene Formen, kompakte und lockere Strukturen sowie lineare, flächige und räumliche Formen. Auch radialer, aufrechter oder überhängender Aufbau kann zur Beschreibung herangezogen werden.

Was ist eine organische Form?

Eine organische Form wirkt unregelmäßig, weich oder naturhaft und erinnert häufig an Blätter, Blüten, Zweige oder natürliche Wachstumsbewegungen. Sie muss nicht ungeordnet sein: Durch Wiederholung, Rhythmus und Schwerpunkt kann auch eine organische Gestaltung klar aufgebaut werden.

Warum sind Formenkontraste nützlich?

Kontraste machen Unterschiede sichtbar und geben einem Werkstück Spannung. Rundliche Blüten können beispielsweise durch lineare Gräser oder kantige Gefäße betont werden. Der Kontrast sollte dosiert bleiben, damit trotz der Gegensätze eine erkennbare Gesamtwirkung entsteht.

Sind Formenarten dasselbe wie Formenlehre?

Nein. Formenarten bezeichnen konkrete Kategorien oder Erscheinungsweisen. Formenlehre untersucht umfassender, wie Form, Raum, Proportion, Achse, Rhythmus und Beziehung wirken. Formenarten sind damit ein Teil des praktischen Vokabulars innerhalb einer größeren Gestaltungslehre.


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