Blumenwasser
Als Blumenwasser wird das Wasser bezeichnet, in welches Schnittblumen in einer Vase gestellt werden und welches durch seine Beschaffenheit erheblich dazu beitragen kann, dass der Blumenstrauß über eine möglichst lange Zeit hinweg seine ästhetisch ansprechende Form behält. Auch bei Topfpflanzen oder Gartenblumen ist es selbstverständlich notwendig, diese in regelmäßigen Abständen zu gießen. Der Begriff Blumenwasser ist jedoch bei diesem Schritt nicht in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen. Da klassisches Leitungswasser kaum über Nährstoffe in dem Maß verfügt, wie es viele Schnittblumen zu einem Erhalt ihres Zustandes benötigen, ist die Beigabe von Nährstoffen in Form von wasserlöslichem Dünger üblich. Meist wird bei Erwerb eines Straußes Blumen in einem Blumengeschäft ein entsprechendes Tütchen der gewählten Ware beigelegt, damit dessen Inhalt unmittelbar nach dem Auspacken der Blumen und ihrer Positionierung in einer Vase dem Blumenwasser hinzugefügt werden kann. In Regionen, die über ein sehr kalkhaltiges Wasser verfügen, ist zudem der Einsatz von destilliertem Wasser überlegenswert, da hiervon eine geringere Belastung als von einem sehr kalkhaltigen Wasser ausgeht. Blumenfreunde, die sich Gedanken über die Wasserqualität und dessen Eignung als Gieß- bzw. Blumenwasser machen, können bei Naturschutzvereinen und ähnlichen Institutionen im eigenen Umfeld nachfragen, für welche Blumen- und Pflanzenarten ein unbedenklicher Einsatz als Blumenwasser in Frage kommt und wo besser auf Alternativen zurückgegriffen werden sollte.
Zusammensetzung und Aufgabe
Blumenwasser ist das Wasser, in dem Schnittblumen in einer Vase oder einem anderen Gefäß stehen. Es versorgt die Stiele mit Wasser und bildet damit die wichtigste Grundlage für die Haltbarkeit eines Schnittblumenstraußes. Sauberes Wasser allein verhindert jedoch nicht jede Alterung: Auch Gefäßhygiene, Anschnitt, Temperatur und die jeweilige Blumenart beeinflussen das Ergebnis.
Leitungswasser ist für viele Schnittblumen geeignet. Die Wasserqualität kann regional unterschiedlich sein; bei empfindlichen Arten werden die Hinweise des Floristen oder die Pflegeangaben des Lieferanten beachtet. Das Wasser sollte nicht unnötig warm sein und nicht so kalt, dass empfindliche Pflanzen einen Temperaturschock erhalten.
Vase vorbereiten und Wasser pflegen
Vor dem Einstellen wird die Vase gründlich gereinigt, damit sich möglichst wenige Bakterien und Algenreste im Blumenwasser befinden. Blätter, die später unter der Wasseroberfläche liegen, werden entfernt. Die Stiele erhalten einen frischen Anschnitt und werden anschließend sofort in das Wasser gestellt. Das Gefäß wird so gefüllt, dass die Stiele ausreichend eintauchen, ohne dass Blätter im Wasser liegen.
Blumenwasser wird regelmäßig kontrolliert. Trübes, riechendes oder stark verschmutztes Wasser wird vollständig gewechselt; dabei wird die Vase ausgespült und die Stiele werden bei Bedarf erneut angeschnitten. Schnittblumennahrung wird nur nach Dosieranleitung verwendet. Eine Überdosierung verbessert die Haltbarkeit nicht und kann das Wasser unnötig belasten.
Standort und Besonderheiten
Die Vase steht möglichst kühl und hell, aber nicht in direkter Sonne, direkt über einer Heizung oder in starker Zugluft. Obst in unmittelbarer Nähe kann durch Reifegase die Alterung bestimmter Schnittblumen beschleunigen. Bei gemischten Sträußen richtet sich die Pflege nach den empfindlichsten enthaltenen Blumen und den konkreten Pflegehinweisen.
Häufige Fragen zum Blumenwasser
Was ist Blumenwasser?
Blumenwasser ist das Wasser in einer Vase, das Schnittblumen über die Stielenden aufnehmen. Es dient der Versorgung mit Wasser und beeinflusst zusammen mit sauberem Gefäß, frischem Anschnitt und geeignetem Standort die Haltbarkeit. Der Begriff meint kein eigenes Pflanzenmittel. Zusätze wie Schnittblumennahrung werden nur verwendet, wenn sie für die Blumen geeignet und korrekt dosiert sind.
Wie oft sollte Blumenwasser gewechselt werden?
Blumenwasser wird gewechselt, sobald es trüb, verschmutzt oder unangenehm riechend ist. Auch ohne sichtbare Verunreinigung wird das Wasser regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert. Beim Wechsel wird die Vase ausgespült. Wie häufig ein vollständiger Wechsel nötig ist, hängt von Temperatur, Gefäßgröße, Blumenart und der Sauberkeit des Wassers ab.
Warum dürfen keine Blätter im Blumenwasser stehen?
Blätter unterhalb der Wasseroberfläche können das Blumenwasser schneller verunreinigen und die Bildung von Fäulnis fördern. Deshalb werden sie vor dem Einstellen des Straußes entfernt. Blätter oberhalb des Wassers bleiben für die Gestaltung erhalten. Die Maßnahme ist besonders wichtig bei dicht belaubten Stielen und kleinen Vasen.
Kann man Schnittblumennahrung ins Blumenwasser geben?
Schnittblumennahrung kann bei dafür geeigneten Schnittblumen verwendet werden, wenn die Dosierung auf der Verpackung eingehalten wird. Sie ersetzt weder eine saubere Vase noch einen frischen Anschnitt. Zu viel Zusatz kann das Wasser belasten. Bei empfindlichen oder speziellen Blumen gelten die Pflegeangaben des Floristen oder des Herstellers.
Welches Wasser eignet sich für Schnittblumen?
Für viele Schnittblumen eignet sich frisches, sauberes Leitungswasser. Entscheidend sind die Sauberkeit des Gefäßes und eine passende Temperatur. Bei besonderen Blumenarten können abweichende Empfehlungen gelten. Stark verunreinigtes oder abgestandenes Wasser wird nicht verwendet. Die Stiele werden nach dem Anschnitt ohne lange Wartezeit in das Wasser gestellt.
Wo sollte eine Vase mit Blumenwasser stehen?
Eine Vase mit Blumenwasser steht an einem hellen, eher kühlen Platz ohne direkte Sonne, Heizungswärme und starke Zugluft. Obst sollte nicht unmittelbar daneben liegen, weil Reifegase die Alterung bestimmter Blumen fördern können. Der Standort darf außerdem nicht so eng sein, dass die Blüten an Wänden oder Möbeln reiben.



















