Bast
Bast bezeichnet im wissenschaftlichen Sinne einen Bestandteil von Bäumen und anderen Pflanzen, deren äußere Gestalt verholzt bzw. holzähnlich ist. Über den Bast findet der Transport von Nährstoffen in sämtliche Teile der Pflanze statt. Über ihren gesamten Stamm hinweg ist die Pflanze daher mit Bast überzogen, der sich als innere Schicht unterhalb der Borke finden lässt. Neben dem Holz zahlreicher Baumarten wird Bast ebenfalls industriell genutzt und durch seine weiche und flexible Gestalt zu einem strapazierfähigen Gewebe verarbeitet. Dieses lässt sich nicht nur in Form von Matten im Fachhandel kaufen, die als Unterlage oder Auflagefläche dienen, sondern auch in Form von Schnüren, die gelegentlich im Umfeld der Floristik zum Einsatz kommen. Verglichen mit Bändern und Verpackungsmaterialien aus Plastik stellen Schnüre aus Bast eine sehr umweltfreundliche Alternative dar, die daher gern bei der Verpackung von Blumensträußen und anderen Pflanzen eingesetzt wird. Verglichen mit Bändern aus Kunststoff ist Bast allerdings weniger flexibel, so dass das Gewebe schnell auseinanderbrechen kann – ein vorsichtiger Umgang bei der Verarbeitung von Bast ist daher in jedem Fall anzuraten.
Eigenschaften des Naturmaterials
Bast bezeichnet faseriges Material, das aus der inneren Rinde beziehungsweise den Bastschichten bestimmter Pflanzen gewonnen wird. In der Floristik wird Bast meist als Naturfaser zum Binden, Flechten und Dekorieren angeboten. Je nach Herkunft und Verarbeitung unterscheiden sich Farbe, Länge, Stärke, Festigkeit und Oberflächenstruktur. Naturbast wirkt matt und organisch und passt deshalb besonders zu rustikalen, natürlichen und saisonalen Werkstücken.
Verwendung in der Floristik
Bast kann Stiele bündeln, kleine Sträuße binden, Gefäße umwickeln, Anhänger befestigen oder Verpackungen dekorativ abschließen. Für eine gleichmäßige Bindung werden die Fasern zunächst sortiert und bei Bedarf leicht angefeuchtet; zu nasser Bast kann jedoch schimmeln oder seine Form verlieren. Die Stärke der Faser wird an das Gewicht des Werkstücks angepasst. Sichtbare Enden werden sauber gekürzt oder bewusst als Fransen gestaltet.
Lagerung und Verarbeitung
Naturbast wird trocken, luftig und vor direkter Nässe geschützt aufbewahrt. Vor dem Binden wird geprüft, ob die Fasern sauber, frei von Schädlingen und ausreichend belastbar sind. Bast ist nicht mit Draht oder Kunststoff gleichzusetzen und eignet sich nicht für jede tragende Konstruktion. Bei schweren Werkstücken übernimmt ein stabileres Bindematerial die Sicherung; Bast bleibt dann die sichtbare Dekoration.
Häufige Fragen zu Bast
Was ist Bast in der Floristik?
Bast ist ein faseriges Naturmaterial, das aus pflanzlichen Bastschichten gewonnen oder entsprechend verarbeitet wird. Floristen verwenden ihn zum Binden, Flechten und Verzieren. Im Handel können verschiedene Qualitäten angeboten werden, die sich in Farbe, Stärke, Faserlänge und Elastizität unterscheiden. Die Materialeigenschaften bestimmen, ob Bast eher dekorativ oder auch leicht bindend eingesetzt wird.
Wofür wird Bast verwendet?
Bast wird zum Bündeln von Stielen, Umwickeln von Gefäßen, Befestigen kleiner Dekorationen und Gestalten von Verpackungen eingesetzt. Er ergänzt natürliche Werkstoffe wie Zweige, Holz, Jute oder Trockenblumen. Bei tragenden Verbindungen wird geprüft, ob die Faser das Gewicht dauerhaft hält. Häufig dient Bast vor allem als sichtbarer, dekorativer Abschluss.
Wie wird Bast richtig verarbeitet?
Die benötigte Faser wird in passender Stärke ausgewählt und glatt ausgerichtet. Für eine Bindung wird Bast gleichmäßig um das Werkstück geführt und mit einem sicheren Knoten abgeschlossen. Leicht angefeuchtete Fasern lassen sich je nach Qualität geschmeidiger verarbeiten. Vor dem Trocknen darf der Knoten nicht zu locker werden, nach dem Trocknen wird die Spannung kontrolliert.
Kann Bast nass werden?
Kurzzeitige Feuchtigkeit kann je nach Qualität toleriert werden, dauerhafte Nässe ist für Naturbast ungünstig. Nasser Bast kann aufquellen, an Festigkeit verlieren und bei schlechter Belüftung schimmeln. Für frische Blumen wird die Bindestelle so angelegt, dass sie nicht dauerhaft im Wasser liegt. Nach Kontakt mit Wasser wird das Material luftig getrocknet.
Wie lagert man Bast?
Bast wird trocken, sauber und luftig gelagert, idealerweise geschützt vor Bodenfeuchte, direkter Sonne und Schädlingen. Stark verdichtete oder feuchte Bündel werden gelockert. Vor der Verwendung wird die Faser auf Brüchigkeit, Geruch, Verfärbungen und Befall kontrolliert. Nicht benötigtes Material bleibt in einer atmungsaktiven Verpackung und nicht in einem luftdicht feuchten Behälter.
Ist Bast für schwere Werkstücke geeignet?
Bast eignet sich für leichte bis mittlere dekorative Bindungen, seine Tragfähigkeit hängt jedoch stark von Faserqualität, Anzahl der Stränge und Knotung ab. Schwere Werkstücke, hängende Objekte oder sicherheitsrelevante Konstruktionen werden zusätzlich mit geeignetem Draht, Band oder einer anderen tragfähigen Verbindung gesichert. Bast kann dabei die technische Befestigung kaschieren.



















