Bambus

Bambus B wie Botanik Bambus bezeichnet eine Süßgrasvariante, die auf dem asiatischen Kontinent beheimatet ist und in vielfältiger Weise zum Einsatz kommen kann. Während der Bambus mit seinen grünen Blättern in seinen heimischen Gefilden vor allem als Nahrung zum Einsatz kommt, sind hierzulande Bambusrohre als dekorative Elemente im öffentlichen Raum wie in der professionellen Floristik anzutreffen. Kleine Varianten des Bambus, die schon früh geerntet wurden, werden zu einer besonderen Zierde in Bouquets oder Blumenschalen, wobei der robuste und witterungsbeständige Charakter des Bambus‘ diesen zu einer idealen Ergänzung von Blumen und anderen Frischwaren macht. In seiner ausgewachsenen Form, die einen Meter oder noch mehr an Größe erreicht, lässt sich der Bambus zur Dekoration des heimischen Gartens oder zur Abgrenzung von Grundstücken einsetzen. Auch als Baustoff wird Bambus mittlerweile sehr geschätzt und kommt als besonders ökologische Substanz bei zahlreichen Projekten des klassischen Hausbaus zum Einsatz. Neben seinem Gebrauch in der Floristik kann der Bambus auch als Brennstoff im heimischen Kamin eingesetzt werden, so dass nach Verblühen eines Bouquets oder einer Pflanzschale dieser natürliche Rohstoff noch sinnvoll zum Einsatz kommen kann.

Botanische Merkmale

Bambus gehört zu den Süßgräsern und bildet verholzte Halme mit deutlich erkennbaren Knoten und Halmgliedern. Die unterirdischen Rhizome treiben je nach Art horstig oder weitläufig aus. Deshalb ist bei der Pflanzung zwischen horstbildendem Bambus und ausläuferbildenden Arten zu unterscheiden. Die Halme können je nach Art und Standort sehr unterschiedlich dick und hoch werden; „Bambus“ bezeichnet also keine einzelne Pflanzenart.

Standort und Pflege

Die Ansprüche hängen von Art und Sorte ab. Viele Bambusarten bevorzugen einen hellen bis sonnigen, windgeschützten Platz und einen humosen, durchlässigen Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit. Staunässe wird vermieden, frisch gepflanzte Exemplare werden besonders im ersten Jahr regelmäßig gegossen. Bei ausläuferbildendem Bambus ist eine fachgerecht eingebaute Rhizomsperre wichtig, wenn eine unkontrollierte Ausbreitung verhindert werden soll.

Bambus in Floristik und Dekoration

Getrocknete Bambushalme und Bambusstäbe werden für Raumobjekte, Gefäßdekorationen, Sichtschutz, Gerüste und natürliche Dekorationen verwendet. Frische Halme bleiben länger attraktiv, wenn sie sauber verarbeitet, vor unnötiger Austrocknung geschützt und standsicher befestigt werden. Beim Zuschnitt entstehen scharfe Kanten; diese werden geglättet und so gesichert, dass keine Verletzungsgefahr besteht. Bei lebenden Pflanzen sind Art, Herkunft und Standortverträglichkeit zu berücksichtigen.

Häufige Fragen zu Bambus

Ist Bambus ein Baum oder ein Gras?

Bambus ist botanisch ein Gras und gehört zur Familie der Süßgräser. Seine Halme können allerdings verholzen und je nach Art eine beträchtliche Höhe und Stärke erreichen. Die unterirdischen Rhizome bilden neue Triebe. Die baumartige Erscheinung erklärt, warum Bambus im Garten und in Dekorationen häufig wie ein Gehölz eingesetzt wird.

Was ist der Unterschied zwischen horstbildendem und ausläuferbildendem Bambus?

Horstbildende Arten wachsen mit kurzen Rhizomen relativ kompakt an einer Stelle. Ausläuferbildende Arten bilden längere unterirdische Triebe und können dadurch seitlich weit vordringen. Für letztere wird im Garten meist eine ausreichend tiefe, fachgerecht geschlossene Rhizomsperre eingeplant. Die Eigenschaften sind art- und sortenabhängig und sollten vor der Pflanzung geprüft werden.

Wie viel Wasser braucht Bambus?

Bambus benötigt während des Wachstums eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders nach der Pflanzung, in Kübeln und bei sommerlicher Hitze. Das Substrat darf nicht dauerhaft austrocknen, aber auch nicht vernässen. Gelbe oder eingerollte Blätter können unter anderem auf Trockenstress hinweisen. Gegossen wird gründlich in den Wurzelbereich, nicht nur oberflächlich.

Kann Bambus im Kübel wachsen?

Viele Bambusarten lassen sich im ausreichend großen Kübel kultivieren. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, ein strukturstabiles Substrat und im Winter einen Schutz vor Durchfrieren. Im Kübel trocknet der Wurzelbereich schneller aus als im Gartenboden. Mit zunehmender Größe wird ein Umtopfen oder ein fachgerechter Rückschnitt des Wurzelballens notwendig.

Wofür wird Bambus in der Floristik verwendet?

Bambusstäbe und getrocknete Halme eignen sich für lineare Akzente, Raumdekorationen, Gefäßaufbauten und natürliche Werkstücke. Sie können als sichtbares Gestaltungselement oder als Teil eines Gerüstes dienen. Durch Durchmesser, Farbe, Länge und Knotung lässt sich die Wirkung steuern. Jede Konstruktion muss sicher befestigt sein und zum Gewicht des Werkstücks passen.

Wie werden Bambushalme haltbar und sicher verarbeitet?

Getrocknete Halme werden trocken gelagert und vor dauerhafter Feuchtigkeit geschützt. Schnittstellen werden sauber geglättet, Risse aussortiert und scharfe Enden abgedeckt. Bei größeren Dekorationen werden Auflagepunkte und Befestigungen regelmäßig kontrolliert. Frische Halme können sich beim Trocknen verändern; deshalb wird die Konstruktion so geplant, dass sie nicht durch Schrumpfen instabil wird.


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