Lavendel
Der Begriff Lavendel bezeichnet eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler, in Mitteleuropa wird unter dem Begriff meist der Echte Lavendel bzw. Lavandula vera verstanden. Mit ihren großen Blüten in der markanten, violetten Farbe ist der Lavendel zu einer der beliebtesten Zierpflanzen hierzulande geworden, noch stärker wird er wegen des stark aromatischen Geruchs der Blüten geschätzt. Der Lavendel wäschst als Strauch heran und kann dabei bis zu eine Höhe von zwei Metern erreichen, neben der Ausbildung kleinerer Blätter bringt er in den Sommermonate seine markanten, violetten Blütenblätter hervor, die sich anschließen zu kleinen Nüsschen weiterentwickeln und der Fortpflanzung des Lavendels dienen. Die ursprüngliche Heimat des Lavendels ist der Mittelmeerraum, seit einigen Jahrhunderten wird die Gattung jedoch auch erfolgreich in Mitteleuropa gezüchtet. Noch heute wird der Lavendel großflächig als Nutzpflanze angebaut, die Verwendung seines Holzes als Brennmaterial ist allerdings in den Hintergrund gerückt. Aus den getrockneten Blüten des Lavendels werden Duftsäckchen und ähnliche Artikel gefertigt, die nicht nur einen angenehmen Geruch besitzen, sondern auch erfolgreich gegen Kleidermotten zum Einsatz kommen. Auch die Medizin schätzt den Lavendel, der bei Migräne, Magen-Darm-Beschwerden sowie in der Aromatherapie zum Einsatz kommt. Seine markante Duftnote erhält der Lavendel durch eine Mischung bekannter, chemischer Stoffe wie Campher, Cineol oder Linalool.
Lavendel
Lavendel (Lavandula) ist eine aromatische Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler. Die immergrünen bis halbimmergrünen, meist graugrünen Blätter und ährenartigen Blütenstände werden im Garten, als Schnitt- und Trockenblume sowie für Duftzwecke geschätzt.
Fachliche Einordnung und praktische Anwendung
Lavendel wächst am besten sonnig in sehr gut drainiertem, eher nährstoffarmem Boden. Staunässe und winterliche Nässe sind problematischer als zeitweilige Trockenheit. Englischer Lavendel und seine Hybriden sind meist robuster als manche französischen Arten. Ein jährlicher, nicht zu tiefer Rückschnitt hält die Pflanzen kompakt; in Gefäßen sind Wasserabzug und Winterschutz besonders wichtig.
Häufige Fragen
Welchen Standort braucht Lavendel?
Ein sonniger, warmer und luftiger Platz mit durchlässigem Boden ist ideal. Schwere, nasse Böden werden verbessert oder gemieden. In Gefäßen helfen Abzugslöcher und mineralische Zuschläge.
Ist Lavendel winterhart?
Viele Sorten von Lavandula angustifolia sind in geeigneten Lagen winterhart. Andere Arten sind empfindlicher. Kälte in Verbindung mit Nässe erhöht das Risiko; Sortenangabe und Standort entscheiden.
Wann wird Lavendel geschnitten?
Ein leichter Formschnitt erfolgt nach der Blüte oder im Frühjahr, je nach Sorte und Ziel. Nicht tief in altes, unbeblättertes Holz schneiden, weil dort der Neuaustrieb begrenzt sein kann.
Wie wird Lavendel getrocknet?
Blütenstiele werden kurz vor oder zu Beginn der Vollblüte geschnitten und locker, kopfüber an einem trockenen, luftigen, dunklen Ort aufgehängt. Zu viel Wärme oder Feuchte mindert Duft und Farbe.



















