Dolde

Dolde D wie Dekoblumen Der Begriff Dolde bezeichnet eine bestimmte Form des Blütenstandes, also die Ansammlung sämtlicher Blüten am Stiel einer bestimmten Blume. Die Dolde nimmt dabei eine fächerförmige Gestalt ein, von der Hauptachse des jeweiligen Blütenstrangs streben dabei eine Vielzahl von einzelnen Blütenstilen in verschiedene Richtungen, an deren Enden sich jeweils eine Blüte befindet. Trotz dieser Auffächerung wird weiterhin von einem einfachen Blütenstand gesprochen, da sämtliche Bluten die gleiche Blütenachse besitzen bzw. aus dem selben Stiel herauswachsen. Verschiedene Pflanzen verfügen zudem über eine sogenannte Doppeldolde, bei der sich die eigentliche Dolde an ihren Enden nicht in einzelne Blüte, sonder nochmals in eine kleinere Dolde mit einigen Blütenachsen aufspaltet, an denen eine eigene Blumenblüte entsteht. Bekannte Pflanzen, die ihre Blüten in Form einer Dolde ausbilden, sind der Bärlauch sowie viele Efeuarten, Doppeldolden werden z.B. von der Pastinake oder dem Ziegenkraut gebildet.

Botanische Definition

Eine Dolde ist ein Blütenstand, bei dem mehrere Blütenstiele von einem gemeinsamen Punkt oder von nahezu einem gemeinsamen Punkt ausgehen. Dadurch entsteht eine schirmartige Form. Bei einer einfachen Dolde sind die Blütenstiele ungefähr gleich lang; bei einer zusammengesetzten Dolde verzweigen sich die Strahlen erneut in kleine Döldchen.

Beispiele und Merkmale

Typische Dolden finden sich bei vielen Doldenblütlern (Apiaceae), etwa bei Möhre, Fenchel, Dill, Petersilie und Schafgarbe. Die Blütenstände können flach, gewölbt oder kugelig wirken. Hüllblätter unterhalb der Dolde und Hüllchen unterhalb einzelner Döldchen sind zusätzliche Bestimmungsmerkmale.

Bedeutung für die Floristik

Dolden bringen feine Linien, lockere Flächen und eine natürliche Leichtigkeit in Sträuße und Gestecke. Große Dolden können als Leit- oder Füllmaterial dienen, kleine Dolden verbinden Blüten optisch. Beim Schnitt wird auf festen Stiel, frische Blätter und den Entwicklungsstand des Blütenstands geachtet.

Häufige Fragen zur Dolde

Was ist eine Dolde?

Eine Dolde ist ein Blütenstand mit mehreren Blütenstielen, die von einem gemeinsamen oder fast gemeinsamen Punkt ausgehen. Dadurch entsteht eine schirmartige Gestalt. Die Dolde ist eine Blütenstandsform und keine einzelne Blüte.

Was ist eine zusammengesetzte Dolde?

Bei einer zusammengesetzten Dolde teilen sich die Hauptstrahlen weiter in kleinere Döldchen. Diese Form ist für viele Doldenblütler typisch. Von außen wirkt der gesamte Blütenstand oft wie eine große, flache oder gewölbte Dolde.

Welche Pflanzen haben Dolden?

Dolden kommen besonders häufig in der Familie der Doldenblütler vor. Beispiele sind Dill, Fenchel, Möhre, Petersilie, Bärenklau und Schafgarbe. Die genaue Blütenstandsform und der Aufbau der Hüllblätter helfen bei der Bestimmung.

Wie unterscheidet sich eine Dolde von einer Rispe?

Bei der Dolde entspringen die Blütenstiele annähernd an einem gemeinsamen Punkt. Eine Rispe besitzt dagegen eine verzweigte Hauptachse, an der die Seitenzweige nacheinander sitzen. Das ergibt eine andere räumliche Anordnung des Blütenstands.

Kann man Dolden als Schnittblumen verwenden?

Ja, viele Dolden eignen sich als Schnittblumen oder Beiwerk. Sie geben Sträußen eine lockere, natürliche Struktur. Die Haltbarkeit hängt von Art, Erntezeitpunkt, Wasseraufnahme und Temperatur ab. Stiele werden sauber angeschnitten und im Wasser von Blättern befreit.

Was sind Hüllblätter?

Hüllblätter sitzen unterhalb eines Blütenstands und können ihn schützen oder optisch einfassen. Bei zusammengesetzten Dolden gibt es häufig zusätzlich Hüllchen unter den einzelnen Döldchen. Diese Merkmale sind für die botanische Bestimmung hilfreich.


Weitere Kategorien aus unserem Floristik-Online-Shop.


Unsere Produkt Tipps